Investmentidee: Vontobel-Aktienanleihen auf BMW - Münchener Autobauer vor Milliardendeal mit Daimler - Anleihenanalyse


01.02.18 08:30
Bank Vontobel Europe AG

München (www.anleihencheck.de) - Für Vontobel ist die Aktie von BMW eine Investmentidee und die Bank Vontobel Europe AG liefert Vorschläge, wie Anleger mit Aktienanleihen von dieser Einschätzung profitieren können.

BMW und Daimler stünden kurz vor einer Fusion ihrer beiden Carsharing-Töchter Drive Now (BMW) und Car2Go (Daimler). Bereits seit über einem Jahr würden sich die Spekulationen über eine gemeinsame Bündelung der beiden Plattformen halten. Laut der "FAZ" stehe dieser Schritt nun unmittelbar bevor.

Bereits im Februar könnte die Fusion bekannt gegeben werden, schreibe die Zeitung unter Berufung auf Unternehmenskreisen. Die beiden Marken sollten nach der Fusion weiterhin erhalten bleiben und lediglich auf gemeinsamer IT-Basis laufen. Dadurch könnten deutliche Synergieeffekte in Bezug auf Kosten und Vergrößerung der Plattform erzielt werden.

Bei dem Deal solle das Carsharing-Geschäft der beiden Autokonzerne mit rund 1 Milliarden Euro bewertet werden. Sowohl BMW als auch Daimler müssten bei diesem Deal noch weitere Mitgesellschafter abfinden oder beteiligen. An der Daimler-Tochter Car2Go sei der Autovermieter Europcar mit 25 Prozent beteiligt und an der BMW Tochter Drive Now halte Sixt 50 Prozent der Anteile.

Mit einer Fusion der beiden Marken möchten BMW und Daimler ihre starke Stellung im deutschen und europäischen Carsharing-Markt ausbauen. Dieser Schritt könnte dabei wichtig und notwendig sein, da die beiden Konkurrenten Uber aus den USA und der asiatische Anbieter Didi Chuxing ebenfalls ihr Plattform weiter ausrollen und somit hier in direkte Konkurrenz mit den beiden deutschen Anbietern treten würden.

Zukünftig könnte sich der Carsharing-Markt als wichtiger Treiber für die Autokonzerne erweisen. Wenn die Entwicklung von autonom fahrenden Autos weiter vorangetrieben werde und die Anzahl dieser Fahrzeuge in den Städten immer mehr zunehme, könnte dies auch zu einer Umwälzung der Geschäftsmodelle der Autobauer führen. Visionäre würden daran glauben, dass die Einnahmen in Zukunft stark dadurch generiert werden könnten, dass sich Kunden nicht mehr eigene Neuwagen kaufen und diese Jahrelang nutzen würden, sondern das hier andere Modelle zum Einsatz kommen würden. Denkbar wäre es beispielweise Städte mit einer Flotte von Fahrzeugen auszustatten und Kunden es über Flat-Verträge oder kilometergenauer Abrechnung zu ermöglichen einzelne Autos für einen gewissen Zeitraum zu nutzen.

Dies würde die Umwelt schonen und die Effizienz steigern, da nur Autos genutzt würden, wenn sie auch wirklich gebraucht würden. Das Wachstumspotenzial vorhanden sei, habe das vergangene Jahr gezeigt. Die Zahl der weltweiten Car2Go-Nutzer sei im letzten Jahr um rund 30 Prozent auf 3 Millionen angestiegen, wovon etwa 870.000 Kunden in Deutschland leben würden und auch Drive Now habe die Zahl der weltweit registrierten Kunden um 25 Prozent auf 1 Millionen steigern können.

Auf die Unternehmensnews vom 24.01.2018 zur geplanten Fusionen hätten die Aktien der deutschen Autokonzerne BMW und Daimler positiv reagiert. Die Aktie von BMW habe an dem Tag zur Börsenöffnung etwa 0,4 Prozent im Plus gelegen, und die Aktie von Daimler etwa 0,8 Prozent.

Die BMW-Aktie werde aktuell bei EUR 92,89 (30.01.2018) gehandelt. Das 52-Wochen Hoch habe bei EUR 97,50 (23.01.2018), das 52-Wochen Tief bei EUR 71,07 (28.07.2017) gelegen. Bei Bloomberg würden 14 Analysten die Aktie auf "kaufen", zwölf auf "halten" und neun auf "verkaufen" setzen. Bloomberg-Analysten würden aktuell ein Zwölf-Monats-Kursziel von EUR 94,73 setzen.

Eine Investmentidee sei zum Beispiel die 9,00% Aktienanleihe auf BMW. Der Basispreis betrage 90,00 Euro, die maximale Rendite 7,64% und der aktuelle Briefkurs 100,60%. (Stand: 30.01.2018)

Interessant sei auch die Aktienanleihe (ISIN DE000VL61DD8 / WKN VL61DD) auf die BMW-Aktie, die mit einem Kupon in Höhe von 10,00% ausgestattet worden sei. Der Basispreis liege bei 92,00 Euro. Die maximale Rendite belaufe sich auf 8,63% und der aktuelle Briefkurs auf 100,52%. Die Laufzeit ende jeweils am 21.12.2018. (Stand: 30.01.2018)

Potenzielle Anleger sollten beachten, dass es sich bei sämtlichen Renditeangaben um Bruttoangaben handle. Sofern beim Anleger Erwerbsnebenkosten (z.B. Transaktionsgebühren) bzw. Erwerbsfolgekosten (z.B. Depotgebühren) anfallen würden, würden diese die spätere Nettorendite reduzieren. Wie stark die Erwerbsneben- bzw. Erwerbsfolgekosten ins Gewicht fallen würden, hänge u.a. von der Höhe des Anlagebetrags, der Haltedauer und der Höhe der Rendite ab.

Anleger sollten beachten, dass die Entwicklung des Aktienkurses des oben genannten Unternehmens von vielen unternehmerischen, konjunkturellen und ökonomischen Einflussfaktoren abhängig sei, die bei der Bildung einer entsprechenden Marktmeinung berücksichtigt werden sollten. Die Aktie könne sich immer auch anders entwickeln als Anleger es erwarten würden, wodurch Verluste entstehen könnten. Zudem seien vergangene Wertentwicklungen und Analystenmeinungen kein Indikator für die Zukunft.

Anleger seien dem Risiko der Insolvenz, das heiße einer Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit des Emittenten (Vontobel Financial Products GmbH, Frankfurt am Main) ausgesetzt. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals sei möglich. Das Produkt unterliege als Schuldverschreibung keiner Einlagensicherung. (Ausgabe vom 30.01.2018) (01.02.2018/alc/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

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