Investmentidee: Vontobel-Aktienanleihen auf Apple - App-Geschäft im Dauerwachstum - Anleihenanalyse


14.09.20 11:45
Bank Vontobel Europe AG

München (www.anleihencheck.de) - Für Vontobel ist die Aktie von Apple eine Investmentidee und die Bank Vontobel Europe AG liefert Vorschläge, wie Anleger mit Aktienanleihen von dieser Einschätzung profitieren können.

Im Kampf um Marktanteile und Einnahmen aus dem Geschäft mit Apps spiele Apple seine exponierte Marktstellung aus. Bislang sei der Konkurrenz nichts übrig geblieben, als die Politik des iPhone-Herstellers hinzunehmen. Die Aktionen Apples und die Gegenreaktionen der Konkurrenz hätten zuletzt für erhöhte Aufmerksamkeit gesorgt. Der Streit entflamme sich an der Gebührenpolitik und der Nutzung persönlicher Nutzerdaten.

Seit der Vorstellung des ersten iPhone im Jahre 2007 seien Apps, die smarten Programme, die Smartphone-Usern den Alltag erleichtern sollten, Gegenstände des Alltags vieler Menschen geworden. Einkäufe erledigen, Video-Inhalte streamen oder Sport machen - Apps würden es möglich machen, dass man diese Dinge mithilfe seines Smartphones überall und zu jeder Zeit erledigen könne. Allein in Deutschland würden Prognosen zufolge dieses Jahr rund 2 Milliarden Euro durch das Geschäft mit Apps umgesetzt. Sollte sich diese Vorhersage bewahrheiten, würde die Marke von 1,6 Milliarden Euro, den bisherigen Rekord aus dem Jahr 2019, um 25% gesteigert werden.

"Der App-Markt ist im Dauerboom", habe der Geschäftsführer des Digitalverbands Bitkom attestiert. Den größten Anteil des Gesamtmarktes an Apps für Smartphone-Benutzer würden Gaming-Apps ausmachen. Sie hätten die größten Umsätze erreicht. Inzwischen sei das Angebot an Apps aber stark ausdifferenziert. Es umfasse nahezu alle Lebensbereiche und Themen - von Bildung und Produktivität über Lifestyle und Reisen bis hin zu Fitness und Gesundheit. Neben der Entwicklung der Angebote habe sich auch die Art und Weise, wie App-Entwickler ihr Geld verdienen würden, gewandelt. Hätten Entwickler in den ersten Jahren noch Gewinne durch die kostenpflichtigen Downloads der Apps erlöst, würden diese heutzutage eine untergeordnete Rolle spielen, da die meisten Apps kostenlos erhältlich seien.

Auch die über Apps gestreute Werbung werde für Entwickler eine immer weniger wichtige Einnahmequelle. Der neue Erlösmotor der App-Entwickler heiße inzwischen In-App-Kauf. Die Nutzer würden dabei nach der Installation für die Bestellung zusätzlicher kostenpflichtiger Elemente zahlen. Große Beliebtheit hätten bei Gaming-Apps beispielsweise kostenpflichtige Zusatz-Features, die die Stärke der Gaming-Avatare erhöhen oder ihre Darstellungsform verändern würden. Mehr als drei Viertel aller Umsätze - 1,55 Milliarden Euro - würden inzwischen in die Kategorie der In-App-Käufe fallen.

Der kalifornische Smartphone-Hersteller Apple verlange 30 Prozent der Umsätze, die App-Entwickler über die Plattformen des Unternehmens erzielen würden. Daran habe sich Mitte des vergangenen Monats ein Streit mit Epic Games, dem Entwickler des weltweit bekanntesten Spiels "Fortnite", entzündet. Grund des Streites sei das exorbitant gestiegene Geschäftsvolumen des App-Marktes. Epic Games sei nicht mehr bereit gewesen, die hohen Gebühren an Apple abzutreten und wolle künftig mehr vom gestiegenen Gesamtvolumen des Marktes abschöpfen. Deshalb habe man ein Update seiner App entwickelt, das die Gebührenmechanismen Apples aushebeln sollte. Apple habe damit gedroht, die Spiele des Entwicklers aus seinem App Store zu verbannen.

Die Folge der Auseinandersetzung sei eine öffentlich ausgetragene Debatte über den Einfluss großer Plattformen über die Regeln in der digitalen Welt gewesen, der sich kürzlich auch Facebook angeschlossen habe und Apples Gebühren-Politik kritisiert habe. Das Online-Netzwerk habe am Wochenende eine neue Funktion vorgestellt: Die Möglichkeit, bei Facebook kostenpflichtige Veranstaltungen zu organisieren. Facebook habe versprochen, dass die Unternehmer dabei nach dem Willen des Konzerns den gesamten Erlös bekommen sollten - außer von Nutzern auf Apples iPhones und iPads. Apple beharre, aller Angriffe der Konkurrenz zum Trotz, auf der bestehenden 70%/30% Gebührenpolitik.

Der Streit über die Gebührenpolitik der Apps aus dem App Store passe in den Verdrängungskampf der Tech-Unternehmen. In einer Zeit, in der die Nutzung der persönlichen Daten der Nutzer durch Apps und soziale Plattformen immer mehr öffentlich diskutiert werde und damit auch vermehrt ins Bewusstsein der Nutzer einpräge, habe sich Apple klar positioniert: "Wir verkaufen keine Nutzer-Daten", habe Apple-Chef Tim Cook zuletzt wiederholt versichert. Damit habe man die Gegenposition zu den Konkurrenten Google und Facebook eingenommen, deren Geschäftsmodell stark auf das Geschäft mit nutzerrelevanten Daten ausgelegt sei.

Das für den Oktober geplante neue Apple-Betriebssystem iOS 14 solle nun von App-Betreibern verlangen, von Nutzern eine Zustimmung einzuholen, dass sie mithilfe eines Werbe-Trackers namens IDFA nachverfolgt würden. Diese Daten nutze die Online-Werbebranche, um zielgruppenrelevante Werbung auszuspielen. Bisher hätten Nutzer dieses Tracking aktiv abschalten müssen, fortan müssten sie explizit zustimmen. Sollte Apple dieses Feature einbauen, hätte dies weitreichende Folgen: Analysten würden davon ausgehen, dass weltweit etwa 80 Milliarden USD ausgegeben würden, um Online-Werbung über Apps zu schalten.

Facebook sehe nun einen Großteil des Geschäfts mit der Werbetreibenden-Branche durch Apples Beschluss gefährdet. Facebooks Dienst "Audience Network", der von Nutzerdaten gespeist werde und Werbekampagnen, die auf Facebook und Instagram geschaltet würden, auf andere Apps ausweite, würde empfindlich von Apples Plänen getroffen werden. Aus Sicht Apples sei dies ein strategisch intelligenter Schachzug, schwäche man damit einen Konkurrenten und werte gleichzeitig die eigenen Werbeplätze auf. Mit diesem Schritt könne sich das iPhone-Unternehmen einen deutlichen Wettbewerbsvorteil verschaffen.

Die Aktie der Apple Inc. werde aktuell bei USD 113,49 gehandelt (11.09.2020). Das Jahreshoch sei bei USD 137,98 (02.09.2020) und das Jahrestief bei USD 53,13 (23.03.2020) erreicht worden. Bei Bloomberg würden 27 Analysten die Aktie auf "buy", zwölf auf "hold" und fünf auf "sell" setzen.

Eine Investmentidee sei zum Beispiel die Aktienanleihe mit Barriere Quanto (ISIN DE000VP7YGR1 / WKN VP7YGR) auf Apple. Der Kupon sei auf 13,75% festgelegt worden. Der Basispreis betrage 100,00%, die Barriere 80,00%. Der Nennbetrag liege bei 1.000,00 EUR. Der 17.09.2021 sei als Bewertungstag fixiert worden, fällig sei die Anleihe am 24.09.2021. Der Zeichnungsschluss sei am 21.09.2020. (Stand: 14.09.2020, 10:35)

Interessant sei auch die 16,50% Multi Aktienanleihe mit Barriere (Worst-Of) Quanto (ISIN DE000VP7YG30 / WKN VP7YG3) auf Apple und Microsoft. Der Basispreis liege bei 100,00%, die Barriere betrage 75,00%. Der Nennbetrag belaufe sich auf 1.000,00 EUR. Der Bewertungstag sei der 17.09.2021 und der Fälligkeitstag der 24.09.2021. Der Zeichnungsschluss sei am 21.09.2020. (Stand: 14.09.2020, 10:35)

Die Entwicklung der Aktienkurse der jeweiligen Unternehmen sei von vielen unternehmerischen, konjunkturellen und ökonomischen Einflussfaktoren abhängig, die der Anleger bei der Bildung seiner Marktmeinung zu berücksichtigen habe. Der Aktienkurs könne sich auch anders entwickeln als erwartet, wodurch Verluste entstehen könnten. (14.09.2020/alc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.






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Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
102,61 € 101,30 € 1,31 € +1,29% 28.09./19:59
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE000VP7YGR1 VP7YGR 102,89 € 98,98 €
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+2,39%
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