Investmentidee: Vontobel-Aktienanleihen auf Allianz - Komplette Übernahme von Euler Hermes? Anleihenanalyse


07.12.17 10:45
Bank Vontobel Europe AG

München (www.anleihencheck.de) - Für Vontobel ist die Allianz-Aktie eine Investmentidee und die Bank Vontobel Europe AG liefert Vorschläge, wie Anleger mit Aktienanleihen von dieser Einschätzung profitieren können.

Wie das "Handelsblatt" berichte, wolle der Münchner Versicherungskonzern Allianz den deutsch-französischen Kreditversicherer Euler Hermes für EUR 122 pro Aktie übernehmen. Das Gesamtpaket würde rund EUR 1,5 Mrd. kosten. Euler Hermes wickle unter anderem die deutschen "Hermes"-Exportbürgschaften ab. Bereits heute würden die beiden Unternehmen eng zusammenarbeiten.

Erst im August habe die Allianz den britischen Versicherer Liverpool Victoria für rund EUR 770 Mio. übernommen. Die Allianz bezeichne die Zukäufe als "folgerichtigen Schritt im Rahmen des gezielten Kapitaleinsatzes in strategisch wichtigen Geschäftsbereichen mit solider operativer Performance".

Derweil überrasche die Allianz ihre Kunden im Bereich der klassischen Policen mit lebenslangen Zinsgarantien. So habe das Unternehmen bekannt gegeben, dass nach Jahren mit sinkenden Zinsen, die Gesamtverzinsung im nächsten Jahr stabil bei 3,4 Prozent bleibe. Laut "Handesblatt" würden diese Verträge immer noch den größten Teil des Bestandes ausmachen. Die Zinsentscheidungen des Marktführers würden oft mit Spannung von anderen Anbietern abgewartet und adaptiert. In der Regel werde der Großteil der Kundengelder in stabile Staatsanleihen investiert, die aufgrund der Niedrigzinspolitik der Notenbanken zurzeit nur geringe Rendite aufweisen würden.

Die Allianz SE sei eine Holdinggesellschaft mit Sitz in München. Gegründet worden sei sie 1890 in Berlin und werde derzeit von CEO Oliver Bäte geleitet. Der Holding seien die einzelnen Konzerntöchter direkt und indirekt zugeordnet. Kerngeschäft des Unternehmens sei das Versicherungsgeschäft. In Deutschland sei die Allianz im Versicherungsgeschäft Marktführer. Auch global sei sie in über 70 Ländern tätig.

Die Umsatzerlöse im dritten Quartal 2017 hätten bei EUR 30,68 Mrd. gelegen. Der Nettoertrag habe EUR 1,64 Mrd. ergeben. Das Ergebnis pro Aktie sei mit EUR 3,58 bekannt gegeben worden. Zudem weise die Aktie eine Dividendenrendite von 3,82 Prozent auf. Der Return on Capital (RoC) entspreche 7,63 Prozent, das Kurs/Gewinn-Verhältnis (KGV) 12,57.

Die Allianz-Aktie werde aktuell bei EUR 199,18 (05.12.2017) gehandelt. Das Jahreshoch habe bei EUR 204,67 (03.11.2017), das Jahrestief bei EUR 154,24 (08.02.2017) gelegen. Bloomberg-Analysten würden aktuell ein Zwölf-Monats-Kursziel von EUR 205,54 setzen. Bei Bloomberg würden 15 Analysten die Aktie auf "kaufen", 18 auf "halten" und vier auf "verkaufen" setzen. Allianz habe gegenwärtig eine Marktkapitalisierung von EUR 88,84 Mrd.

Eine Investmentidee sei zum Beispiel die 5,00% Protect Aktienanleihe auf Allianz. Der Basispreis betrage 100,00%, die Barriere 85,00% und der aktuelle Briefkurs 100,00%. Die Laufzeit ende am 21.12.2018. (Stand: 05.12.2017)

Potenzielle Anleger sollten beachten, dass es sich bei sämtlichen Renditeangaben um Bruttoangaben handle. Sofern beim Anleger Erwerbsnebenkosten (z.B. Transaktionsgebühren) bzw. Erwerbsfolgekosten (z.B. Depotgebühren) anfallen würden, würden diese die spätere Nettorendite reduzieren. Wie stark die Erwerbsneben- bzw. Erwerbsfolgekosten ins Gewicht fallen würden, hänge u.a. von der Höhe des Anlagebetrags, der Haltedauer und der Höhe der Rendite ab.

Anleger sollten beachten, dass die Entwicklung des Aktienkurses des oben genannten Unternehmens von vielen unternehmerischen, konjunkturellen und ökonomischen Einflussfaktoren abhängig sei, die bei der Bildung einer entsprechenden Marktmeinung berücksichtigt werden sollten. Die Aktie könne sich immer auch anders entwickeln als Anleger es erwarten würden, wodurch Verluste entstehen könnten. Zudem seien vergangene Wertentwicklungen und Analystenmeinungen kein Indikator für die Zukunft.

Anleger seien dem Risiko der Insolvenz, das heiße einer Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit des Emittenten (Vontobel Financial Products GmbH, Frankfurt am Main) ausgesetzt. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals sei möglich. Das Produkt unterliege als Schuldverschreibung keiner Einlagensicherung. (Ausgabe vom 05.12.2017) (07.12.2017/alc/a/a)

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