Investmentidee: Vontobel-Aktienanleihe auf Deutsche Post und Deutsche Telekom - Auf Erfolgskurs - Anleiheanalyse


11.02.21 08:30
Bank Vontobel Europe AG

München (www.anleihencheck.de) - Für Vontobel sind die Aktien der Deutschen Post und der Deutschen Telekom eine Investmentidee und die Bank Vontobel Europe AG liefert Vorschläge, wie Anleger mit Aktienanleihen von dieser Einschätzung profitieren können.

Die beiden DAX-Mitglieder Deutsche Telekom AG und Deutsche Post AG würden die Anleger auch in der Krise überzeugen. Der Deutschen Telekom gelinge es insbesondere von der starken US-Tochter T-Mobile und der gelungenen Übernahme des Rivalen Sprint zu profitieren. Aber auch im Bereich des Ausbaus von 5G zeige sich das Unternehmen aus Bonn selbstbewusst. Von den aktuell stark steigenden E-Commerce-Aktivitäten partizipiere insbesondere die Deutsche Post. Die jüngsten Zahlen des Konzerns würden die positive Entwicklung der Post bestätigen.

Die Deutsche Telekom setze schon seit Jahren auf ihr amerikanisches Tochterunternehmen T-Mobile US, welches sich mittlerweile als Wachstumstreiber für den Telekommunikationskonzern etabliert habe. Alleine im vierten Quartal des abgelaufenen Geschäftsjahres 2020 habe die US-Tochter ihre Erlöse im Vergleich zum Vorjahresquartal um stolze 70 Prozent auf knappe USD 20,3 Mrd. steigern können. Auch habe das Unternehmen rund 824.000 neue Verträge abschließen und somit einen Gewinn von rund USD 750 Mio. verzeichnen können.

Der Unternehmensgewinn sei im Vergleich zum Vorjahr, trotz des großen Erlöszuwachses, gleich geblieben. Der Grund liege in den gestiegenen Kosten für die Übernahme des Rivalen Sprint durch T-Mobile US. Der Zusammenschluss der beiden Telekommunikationsunternehmen, welcher rund USD 26 Mrd. gekostet habe, habe nach unzähligen Verhandlungsrunden im vergangenen Jahr vollzogen werden können. Im gleichen Jahr sei es dadurch T-Mobile US erstmalig gelungen, die Konkurrenten AT&T und Verizon in den USA zu überholen.

Trotz dieses Erfolgs auf dem wichtigen US-Markt lege Konzernchef Timotheus Höttges den Fokus des Unternehmens auf den europäischen Markt. Während man in Deutschland laut Höttges bereits "Lichtjahre vor Vodafone im Ausbau von 5G" sei, gebe es in anderen Teilen Europas noch deutlichen Handlungsbedarf. Dafür sollten vor allem Vorstandsmitglied Thorsten Langheim und die neue Europachefin des Konzerns, Dominique Leroy, sorgen. Gemeinsam sollten die beiden die Zukunftsstrategie des Konzerns in Europa definieren.

Die immer noch anhaltende Pandemie habe der Deutschen Post im abgelaufenen Jahr zu einem Rekordergebnis verholfen. Laut Angaben des Bonner Unternehmens sei das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) auf EUR 4,8 Mrd. gestiegen und habe damit die ursprüngliche Ergebnisprognose deutlich übertroffen. Daraufhin habe der Logistikriese die Ergebnisprognosen für die kommenden Jahre erhöht. Insgesamt profitiere die Post enorm von den weltweit gestiegenen E-Commerce-Aktivitäten während der Pandemie und folglich sei der Konzernumsatz um fünf Prozent auf EUR 66,8 Mrd. im Geschäftsjahr 2020 gestiegen. Gerade die stark wachsenden Zahlen der Sendungen im Express- sowie im nationalen und internationalen Paketgeschäft, genauso wie die des sehr profitablen Weihnachtsgeschäfts, würden den Aufschwung der Deutschen Post untermauern.

Konzernchef Frank Appel habe jüngst betont, das Geschäftsmodell der Deutschen Post habe sich in dieser Krise als widerstandsfähiger erwiesen, als ursprünglich angenommen worden sei. Auch wenn die Zahl der Briefsendungen mit einem Minus von sieben Prozent leicht rückläufig gewesen sei, würden die weiteren Geschäftsbereiche überzeugen. So sei es gelungen, den Umsatz des Bereichs Post & Paket auf EUR 16,5 Mrd. zu steigern, was im Vergleich zum Vorjahr einem Anstieg von sieben Prozent entspreche. Noch stärker als die Sparte Post & Paket Deutschland habe sich das weltweite Express-Geschäft entwickelt, welches zwölf Prozent zugelegt und somit einen Umsatz von EUR 19,1 Mrd. generiert habe. Gerade das traditionell starke Weihnachtsquartal habe dazu beigetragen, denn hier habe das Logistikunternehmen 23 Prozent mehr Pakete transportieren können als noch die Jahre zuvor.

"Obwohl die gegenwärtige Gesundheitskrise viele Lebensbereiche zum Stillstand gebracht hat, gibt es beim Welthandel keine Pause", habe DHL-Express-Chef, John Pearson, betont. Auch der Ausblick auf die Zeit nach der Pandemie scheine positiv zu sein, denn, wie CEO Appel verkündet habe, gelinge es dem Bonner Unternehmen in Asien, das hohe Niveau an Bestellvolumina zu halten - trotz der stark gesunkenen Infektionszahlen und der Teilöffnungen. In Europa verspreche man sich ebenso, durch den Zugewinn zahlreicher Kunden, eine profitable Zukunft auch nach der Krise. Der hierfür benötigte Impfstoff werde ebenfalls von der Deutschen Post in die ganze Welt transportiert werden, was somit das nächste erfolgsversprechende Großprojekt des Logistikunternehmens darstelle.

Die Aktie der Deutschen Telekom werde aktuell bei EUR 14,92 (09.02.2021) gehandelt. Das Jahreshoch sei bei EUR 16,03 (22.02.2020) und das Jahrestief bei EUR 10,23 (16.03.2020) erreicht worden. Bei Bloomberg würden 24 Analysten die Aktie auf "buy", "fünf" auf "hold" und kein auf "sell" setzen.

Die Aktie der Deutschen Post werde aktuell bei EUR 41,14 (09.02.2021) gehandelt. Das Jahreshoch sei bei EUR 43,6 (14.01.2021) und das Jahrestief bei EUR 18,55 (18.03.2020) erreicht worden. Bei Bloomberg würden 22 Analysten die Aktie auf "buy", fünf auf "hold" und ein auf "sell" setzen.

Eine Investmentidee sei zum Beispiel die 11,00% Multi Aktienanleihe mit Barriere (Worst-Of) (ISIN DE000VQ32U52 / WKN VQ32U5) auf Deutsche Post und Deutsche Telekom. Der Basispreis betrage 100,00%, die Barriere 75,00%. Der aktuelle Verkaufspreis belaufe sich auf 100,00%. Die Laufzeit ende am 24.12.2021. (Stand: 10.02.2021) (Ausgabe Februar 2021) (11.02.2021/alc/a/a)
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