Investmentidee: Vontobel-Aktienanleihe auf Barrick Gold und Newmont Goldcorp - Anleihenanalyse


04.05.20 11:15
Bank Vontobel Europe AG

München (www.anleihencheck.de) - Für Vontobel sind die Aktien von Barrick Gold und Newmont Goldcorp (ISIN US6516391066 / WKN 853823) eine Investmentidee und die Bank Vontobel Europe AG liefert Vorschläge, wie Anleger mit Aktienanleihen von dieser Einschätzung profitieren können.

Die Rally des Goldpreises habe Investoren zum Kauf von Minenaktien motivieren können. Der Goldminensektor gehöre damit zu den wenigen an der Börse, der zumindest indirekt von der Unsicherheit rund um die Coronavirus-Pandemie profitieren könne.

Trotzdem würden Aktien des Goldminensektors zu den volatileren Werten gehören. Ein Blick in die Vergangenheit zeige, dass der Wert der Goldminenaktien stark mit der Notierung des Golds korreliere. Eine Veränderung im Wert des Edelmetalls habe sich stark auf Aktien der Minenunternehmen ausgewirkt. Es werde aber ebenfalls deutlich, dass je höher der Goldpreis gehandelt worden sei, die Kurse der Aktien weniger stark geschwankt hätten. Das könne laut Brancheninsidern daran liegen, dass bei einem hohen Goldpreis die Gewinne der Minen - relativ gesehen - weniger stark auf Veränderungen im Goldpreis reagieren würden. Das würde bedeuten, dass wenn bei hohen Margen der Minenunternehmen, die Aktienkurse auch weniger stark schwanken würden.

Mit dem gestiegenen Goldpreis erscheinen die Bewertungen der Minen sehr attraktiv, so die Bank Vontobel Europe AG. Der Marktwert der großen Goldminen bewege sich in Richtung des geschätzten Nettoinventars der Goldvorkommen. Laut Experten hätten die Goldproduzenten in den vergangenen Jahren einen guten Job gemacht, ihre Kosten zu senken. Die Förderkosten würden bei der Bewertung von Goldminen eine wichtige Rolle spielen. Umso günstiger das Edelmetall gefördert werden könne, desto höher sei das Gewinnpotenzial der Unternehmen. Allgemein gehe man von einem Gewinn des Sektors ab einem Preis der von USD 1.200 je Feinunze aus. So hätten die großen Goldminenunternehmen Barrick Gold und Newmont ausreichend Puffer nach unten, falls der Goldpreis sinken sollte.

Noch nicht berücksichtigt seien hierbei zwei positive Trends. Die Goldförderung sei sehr energieintensiv, der stark gefallene Ölpreis sollte sich also in niedrigeren Produktionskosten auswirken. Außerdem verbessere der stärkere Dollar die Margen für Minen außerhalb der USA, da die dortigen Produktionskosten in Dollar gerechnet sinken würden. Für eine langfristige Margenausweitung sollte auch der wohl anhaltende Trend zu Zusammenschlüssen zählen. Optimistischere Schätzungen würden aufgrund der Margenausweiterung gar von Gewinnen ab einem Unzenpreis von USD 925 ausgehen. Technische Fortschritte würden auch in Zukunft die Kosten tief halten. Die Margen würden auch in Zukunft im Falle eines tieferen Goldpreises höher als in der Vergangenheit ausfallen.

Die Goldminenunternehmen würden versuchen zu wachsen. Die Goldreserven der Minenunternehmen seien aber endlich und die Anzahl der Goldminen weltweit sei begrenzt. Seien die Reserven der Goldminen erschöpft, müssten neue Minen erschlossen werden. Das zwinge die Unternehmen dazu mit der Exploration nach neuen Minen zu beginnen. Explorationen seien zum einen sehr kostspielig für die Unternehmen und zum anderen sei der Erfolg der Exploration nicht garantiert.

Die großen Goldminenunternehmen würden sich deshalb darauf konzentrieren, Konkurrenten zu übernehmen. So hätten sich vor zwei Jahren Barrick und Randgold zusammengeschlossen. Seit Januar dieses Jahres sei die Übernahme der kanadischen Detour durch Kirkland Lake erfolgreich vollzogen. Das diene dem Minenportfolio der Unternehmen und erscheine deshalb rational, weil durch den Zukauf eines kleineren Minenunternehmens das Risiko minimiert werde, bei einer nicht erfolgreichen Exploration Kosten zu produzieren. Ob die Zusammenschlüsse und Käufe zu Synergien in der Förderung und zu einer erhöhten Effizienz führen würden, bleibe unter Experten umstritten.

Für Sicherheit sorge der langfristige Schuldenabbau der Unternehmen. Nach Meinung von Analysten könnten die Minenunternehmen eine große Liquiditätsposition bis Ende 2021 aufgebaut haben. Die Verschuldung müsste selbst bei einem Goldpreis von 1.200 USD nicht steigen. Aber wie die gesamte Wirtschaft seien auch die Goldminen nicht nur positiv von der Virus-Epidemie betroffen. Auch ihre Produktion werde von Maßnahmen zur Eindämmung beschränkt - viele Minenunternehmen hätten daher die Gewinnziele für dieses Jahr nach unten korrigiert. Analysten könnten den Effekt der eingeschränkten Produktion noch nicht seriös abschätzen. Eines gelte jedoch als gesichert: Anders als in anderen Teilen der Wirtschaft werde die Nachfrage nach den Endprodukten nicht leiden, wenn die wirtschaftliche Unsicherheit bestehen bleibe. Gold bliebe auch weiterhin gefragt.

Die Aktie der Barrick Gold Corp. werde aktuell bei USD 26,60 (28.04.2020) gehandelt. Das Jahreshoch sei bei USD 28,50 (23.04.2020) und das Jahrestief bei USD 11,65 (28.05.2019) erreicht worden. Bei Bloomberg würden 16 Analysten die Aktie auf "buy", sieben auf "hold" und ein auf "sell" setzen.

Die Aktie der Newmont Mining Corp. werde aktuell bei USD 61,87 (28.04.2020) gehandelt. Das Jahreshoch sei bei USD 64,65 (23.04.2020) und das Jahrestief bei USD 29,77 (10.05.2019) erreicht worden. Bei Bloomberg würden 15 Analysten die Aktie auf "buy", sechs auf "hold" und ein auf "sell" setzen.

Eine Investmentidee sei zum Beispiel die Multi Aktienanleihe mit Barriere (Worst-Of) Quanto (ISIN DE000VP289A6 / WKN VP289A) auf Barrick Gold und Newmont Goldcorp. Der Kupon sei auf 12,50% festgelegt worden. Der Basispreis betrage 100,00%, die Barriere 65,00%. Der Nennbetrag liege bei 1.000,00 EUR. Der Bewertungstag sei der 18.06.2021, fällig sei die Anleihe am 25.06.2021. Der Zeichnungsschluss sei am 11.05.2020. (Stand: 04.05.2020, 10:25)

Multi Aktienanleihen mit Barriere (Worst of) würden sich auf mehrere Basiswerte beziehen. Damit sei der Grad der Abhängigkeit der Wertentwicklung der Basiswerte voneinander (sog. Korrelation) wesentlich für die Beurteilung des Risikos, dass mindestens ein Basiswert seine Barriere erreiche. Anleger sollten beachten, dass bei mehreren Basiswerten für die Bestimmung des Auszahlungsbetrags der Basiswert maßgeblich sei, der sich während der Laufzeit der Wertpapiere am schlechtesten entwickelt habe (sog. Worst-of-Struktur). Das Risiko eines Verlusts des investierten Kapitals sei daher bei Worst-of-Strukturen wesentlich höher als bei Wertpapieren mit nur einem Basiswert. (Ausgabe vom 30.04.2020) (04.05.2020/alc/a/a)

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ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE000VP289A6 VP289A 101,75 € 95,83 €
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