Investmentidee: Vontobel-Aktienanleihe auf BMW, Daimler und Volkswagen - Aufschwung für Autohersteller


08.01.21 09:00
Bank Vontobel Europe AG

München (www.anleihencheck.de) - Für Vontobel sind die Aktien von BMW und Daimler sowie die Volkswagen (VW)-Vorzugsaktie (ISIN DE0007664039 / WKN 766403) eine Investmentidee und die Bank Vontobel Europe AG liefert Vorschläge, wie Anleger mit Aktienanleihen von dieser Einschätzung profitieren können.

Die Folgen der Pandemie seien im Jahr 2020 in vielen verschiedenen Branchen deutlich zu spüren gewesen - insbesondere die Automobilindustrie habe immense Einbußen verkraften müssen. Doch durch die wieder wachsende Weltkonjunktur sei bei den Herstellern wie Volkswagen, Daimler und BMW ein signifikanter Aufwärtstrend erkennbar.

Aufgrund des Lockdowns in weiten Teilen Europas erhole sich der Automobilsektor hier nur sehr schwach. Im Vergleich zum Vorjahr seien die Neuzulassungen im europäischen Raum 2020 um 26 Prozent zurückgegangen. Im Gegensatz dazu etabliere sich der chinesische Markt, vor allem auch für deutsche Automobilhersteller, als großer Absatzträger.

Daimler habe bereits im November 2020 den Jahresabsatz aus 2019 übertreffen können. Bei Daimler gebe man sich, mit Blick auf die PKW-Auslieferungen, optimistisch. "Wir werden in diesem Jahr zweistellig wachsen", habe China-Vorstand Hubertus Troska Mitte Dezember in Peking verkündet. Im gesamten Jahr 2019 habe der schwäbische Automobilhersteller rund 690.000 Autos in China verkauft; damit sei die Volksrepublik mittlerweile Daimlers größter und bedeutendster Einzelmarkt. Die Wichtigkeit Chinas spiegele sich nicht nur in der steigenden Produktion vor Ort wider, sondern auch in der Tatsache, dass aktuell jedes dritte Auto von einem Kunden aus China erworben werde.

Auch BMW habe durch den großen Absatz am chinesischen Markt mehr Autos verkaufen können als im Vorjahr. Beispielsweise sei es dem Autohersteller aus München in den ersten drei Quartalen 2020 gelungen, den Absatz um 6,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu steigern. Ebenso habe der Zufluss von 3,07 Milliarden Euro im Kerngeschäft zwischen Juli und September letzten Jahres dem bayrischen Automobilkonzern zu einem Aufschwung verholfen. So habe die BMW Group im 3. Quartal 2020 ihre Verkaufszahlen weltweit um über acht Prozent steigern können, was einem Absatz von 675.000 Fahrzeugen der Marken BMW, Mini und Rolls Royce entspreche. Grund hierfür sei unter anderem die schwache Performance der pandemiegeplagten ersten beiden Quartale.

Trotz des starken 3. Quartals habe sich das Minus in den ersten drei Quartalen 2020 auf 11,3 Prozent belaufen. Bei der Tochtermarke MINI habe der Rückgang im selben Zeitraum sogar bei 20 Prozent gelegen. Bei der Betrachtung der Absatzmärkte falle ebenso auf, dass - im Gegensatz zu China - die BMW Group in allen weiteren Märkten, insbesondere in Deutschland und den USA, ein zweistelliges Minus zu verbuchen gehabt habe. Hoffnung hingegen würden die steigenden Verkaufszahlen der Elektroautos und Plug-in-Hybride machen, welche im 3. Quartal 2020 ein Plus von 46,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal vorzuweisen hätten.

Trotz des Machtkampfes bei VW zwischen dem Betriebsratsvorsitzenden Bernd Osterloh und dem Vorstandschef Herbert Diess erhole sich der Konzern. "Das erste Halbjahr 2020 war durch die Covid-19-Pandemie eines der herausforderndsten in unserer Unternehmensgeschichte", habe Finanzvorstand Frank Witter noch Ende Juli gesagt. Gerade auf den neuen vollelektrischen Modellen wie dem ID.3 und dem ID.4 würden die Hoffnungen der Wolfsburger ruhen. Denn trotz des Teilemangels und anfänglichen Schwierigkeiten zu Beginn des vergangenen Jahres habe es die Kernmarke VW geschafft, ihre Elektro-Offensive fortzusetzen.

Allein bis 2025 wolle VW 50 neue E-Modelle auf den Markt bringen, bis 2029 sollten darüber hinaus 75 reine E-Modelle und 60 Hybridversionen dazukommen, während die Produktion von Benzin- und Dieselmotoren dadurch nach und nach ausgeschlichen werden solle. Das Geld für diese immensen Investitionen solle sowohl durch Gewinne aus dem laufenden Geschäft als auch durch Sparprogramme kommen. Mit einem Budget von 73 Milliarden Euro wolle Volkswagen-Chef Herbert Diess das Rennen mit dem US-Marktführer Tesla um die Spitze in der Elektromobilität und des vernetzten Autos aufnehmen.

Die Aktie der Daimler AG werde aktuell bei EUR 129,29 gehandelt (07.01.2021). Das Jahreshoch sei bei EUR 149,11 (12.02.2020) und das Jahrestief bei EUR 90,98 (23.03.2020) erreicht worden. Bei Bloomberg würden 16 Analysten die Aktie auf "buy", elf auf "hold" und zwei auf "sell" setzen.

Die Aktie der BMW Group werde aktuell bei EUR 70,76 gehandelt (07.01.2021). Das Jahreshoch sei bei EUR 76,68 (24.11.2020) und das Jahrestief bei EUR 35,69 (19.03.2020) erreicht worden. Bei Bloomberg würden zwölf Analysten die Aktie auf "buy", 16 auf "hold" und drei auf "sell" setzen.

Die Aktie der Volkswagen AG werde aktuell bei EUR 168,90 gehandelt (07.01.2021). Das Jahreshoch sei bei EUR 177,19 (10.01.2020) und das Jahrestief bei EUR 98,22 (18.03.2020) erreicht worden. Bei Bloomberg würden neun Analysten die Aktie auf "buy", drei auf "hold" und ein Analyst auf "sell" setzen.

Eine Investmentidee sei zum Beispiel die 12,50% Multi Aktienanleihe mit Barriere (Worst-Of) (ISIN DE000VQ2UXK9 / WKN VQ2UXK) auf BMW, Daimler, Volkswagen. Der Basispreis betrage 100,00%, die Barriere 75,00%. Der aktuelle Verkaufspreis belaufe sich auf 100,00%. Die Laufzeit ende am 17.12.2021. (Stand: 07.01.2021)

Da der weitere Kursverlauf der Aktie von einer Vielzahl konzernpolitischen, branchenspezifischen und ökonomischen Faktoren abhängig sei, sollten Anleger das Risiko bei ihren Investmententscheidungen berücksichtigen. Entwicklungen könnten jederzeit anders verlaufen, als Anleger es erwarten würden, wodurch Verluste entstehen könnten. (Ausgabe Januar 2021) (08.01.2021/alc/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

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Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
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ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE000VQ2UXK9 VQ2UXK 101,21 € 98,18 €
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