Investmentidee: Vontobel-Aktienanleihe auf AstraZeneca, Pfizer und Sanofi - Anleihenanalyse


16.09.20 09:45
Bank Vontobel Europe AG

München (www.anleihencheck.de) - Für Vontobel sind die Aktien von AstraZeneca, Pfizer und Sanofi eine Investmentidee und die Bank Vontobel Europe AG liefert Vorschläge, wie Anleger mit Aktienanleihen von dieser Einschätzung profitieren können.

Mehr als 170 Forscherteams würden sich weltweit ein Rennen um die Entwicklung eines Corona-Impfstoffes liefern und es sollten bereits knapp 200 Stoffe für die Bekämpfung des Virus entwickelt worden sein. Ob und welche dieser Stoffe wirklich wirksam sei, bleibe offen. Um die Entwicklung voranzutreiben und möglichst schnell ein Mittel gegen das Coronavirus zu finden, würden mehrere Unternehmen und eigentliche Konkurrenten aus der Branche zusammenspannen. Denn viele Vertreter der Industrie seien sich bewusst, dass sie eine riesige gesellschaftliche Verantwortung tragen würden.

Die beiden Impfstoffhersteller und eigentlich Konkurrenten - Sanofi und GlaxoSmithKline - hätten bereits im April dieses Jahres bekannt gegeben, dass sie ihre Kräfte bündeln würden, um gemeinsam einen Impfstoff gegen COVID-19 zu entwickeln. Dabei sollten Technologien beider Unternehmen zum Einsatz kommen. Großzügige Unterstützung würden die beiden Unternehmen von der US-Regierung erhalten. Diese werde bis zu 2,1 Mrd. US-Dollar bereitstellen, um die Entwicklung, Aufrüstung sowie die klinischen Tests eines potenziellen Impfstoffes zu fördern.

Anfang September hätten die Unternehmen bereits mit den klinischen Studien für ihren Testimpfstoff begonnen. Der Impfstoff solle zunächst in einer Phase I/II Studie auf seine Sicherheit und Wirksamkeit geprüft werden. Sollten die Ergebnisse positiv ausfallen, solle bereits im Dezember mit der bedeutenden Phase III Studie begonnen werden. Verlaufe auch dieser Test - wie erhofft - wirksam, dann sollten bereits im Jahr 2021 rund eine Milliarde Impfstoffdosen hergestellt werden.

Wie so viele andere auch, bemühe sich auch Pfizer um einen Impfstoff. Um die Entwicklung voranzutreiben, sei Pfizer eine Kooperation mit dem deutschen Biotechunternehmen BioNTech eingegangen. Die beiden Unternehmen hätten bereits im Juli mit den ersten Phase II/III Tests begonnen, um die Wirksamkeit des Impfstoffes gegen eine Infektion mit Sars-CoV-2 zu prüfen. Die ersten Ergebnisse sollten gemäß Aussagen des CEO bis im Oktober bekannt sein. Würden diese positiv ausfallen, sollten bereits in diesem Jahr noch Impfstoffe verfügbar sein. Um die Impfstoffe bei bestandenen Test möglichst schnell verfügbar zu machen, produziere Pfizer bereits jetzt tausende Impfstoffdosen.

AstraZeneca befinde sich mit seinem Teststoff, den das Unternehmen gemeinsam mit der Universität Oxford entwickelt habe, ebenfalls bereits in der dritten Testphase. Doch habe das Unternehmen beim vielversprechenden Testpräparat zuletzt einen Rückschlag hinnehmen müssen, denn bei der bedeutenden Phase III Studie seien bei einem Studienteilnehmer unerwartete Nebeneffekte aufgetreten. Es müsse nun sorgfältig geprüft werden, ob die Krankheit tatsächlich durch den Impfstoff hervorgerufen worden sei oder nicht. Die Studie sei aus diesem Grund vorübergehend gestoppt worden, bis Klarheit über die Situation herrsche. AstraZeneca sei und bleibe aber ein favorisierter Kandidat, wenn es um die Entwicklung eines Impfstoffes gehe. Denn nur sehr wenige Präparate hätten es bisher erfolgreich in die bedeutende dritte Testphase geschafft.

Die Aktie der Pfizer Corp. werde aktuell bei USD 37,21 gehandelt (15.09.2020). Das Jahreshoch sei bei USD 40,27 (24.01.2020) und das Jahrestief bei USD 27,89 (23.03.2020) erreicht worden. Bei Bloomberg würden sieben Analysten die Aktie auf "buy", elf auf "hold" und kein auf "sell" setzen.

Die Aktie der Astra Zeneca Plc. werde aktuell bei GBP 86,11 gehandelt (15.09.2020). Das Jahreshoch sei bei GBP 101,20 (20.07.2020) und das Jahrestief bei GBP 58,71 (16.03.2020) erreicht worden. Bei Bloomberg würden 17 Analysten die Aktie auf "buy", sieben auf "hold" und sechs auf "sell" setzen.

Die Aktie der Sanofi SA werde aktuell bei EUR 88,65 gehandelt (15.09.2020). Das Jahreshoch sei bei EUR 95,82 (21.07.2020) und das Jahrestief bei EUR 67,65 (16.03.2020) erreicht worden. Bei Bloomberg würden 22 Analysten die Aktie auf "buy", sieben auf "hold" und kein auf "sell" setzen.

Eine Investmentidee sei zum Beispiel die Multi Aktienanleihe mit Barriere (Worst-Of) Quanto auf AstraZeneca, Pfizer und Sanofi. Der Kupon sei auf 10,50% festgelegt worden. Der Basispreis betrage 100,00%, die Barriere 75,00%. Der Nennbetrag liege bei 1.000,00 EUR. Der Bewertungstag sei der 17.09.2021, fällig sei die Anleihe am 24.09.2021. Der Zeichnungsschluss sei am 28.09.2020. (Stand: 16.09.2020, 09:11)

Multi Aktienanleihen mit Barriere (Worst of) würden sich auf mehrere Basiswerte beziehen. Damit sei der Grad der Abhängigkeit der Wertentwicklung der Basiswerte voneinander (sog. Korrelation) wesentlich für die Beurteilung des Risikos, dass mindestens ein Basiswert seine Barriere erreiche. Anleger sollten beachten, dass bei mehreren Basiswerten für die Bestimmung des Auszahlungsbetrags der Basiswert maßgeblich sei, der sich während der Laufzeit der Wertpapiere am schlechtesten entwickelt habe (sog. Worst-of-Struktur). Das Risiko eines Verlusts des investierten Kapitals sei daher bei Worst-of-Strukturen wesentlich höher als bei Wertpapieren mit nur einem Basiswert. (Ausgabe vom 15.09.2020) (16.09.2020/alc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

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