Investmentidee: Pfizer - Der große Gewinner? - Anleiheanalyse


10.01.22 11:00
Bank Vontobel Europe AG

München (www.anleihencheck.de) - Für Vontobel ist die Aktie von Pfizer eine Investmentidee und die Bank Vontobel Europe AG liefert Vorschläge, wie Anleger mit Anleihen von dieser Einschätzung profitieren können.

Hohe Infektionszahlen und die Furcht vor einer Ausbreitung der Omikron-Variante würden den Kampf gegen die Corona-Pandemie erschweren. Bislang habe es wenige Möglichkeiten gegeben sich vor Corona zu schützen. Neben den Impfstoffen, welche nicht bei jeder Person aufgrund von beispielsweise Immunschwäche hätten verwendet werden können, habe es hauptsächlich "Social Distancing" gegeben. Nun könnten jedoch die Coronapillen kommen, welche vor Krankenhausaufenthalten und schweren Krankheitsverläufen schützen sollten.

Dabei sei ein großer Vorteil der Arznei, dass die voraussichtlich auch gegen neue Virusmutationen wie Omikron wirksam sein sollte. Denn im Gegensatz zu den Antikörper Präparaten würden die neuen antiviralen Medikamente nicht auf die mutationsfreudigen Spike-Proteine des Virus, sondern auf Enzyme setzen, welche die Vervielfältigung der Viren in den Zellen steuere, wie das Handelsblatt berichtet habe.

An sich seien antivirale Medikamente gegen Corona nichts neues. So habe bereits im Oktober 2021 der US-Pharmakonzern Merck Sharp & Drohme verkündet, einen Durchbruch mit dem Wirkstoff "Molnupiravir" erzielt zu haben. Dieser solle jedoch laut mehreren Tests nur einen Schutz von 30 bis 50 Prozent vor schweren Krankheitsverläufen, Krankenhausaufenthalten und Todesfällen bieten. Zusätzlich sei dieser Wirkstoff lediglich bei Hochrisikopatienten getestet worden.

Deswegen würden aktuell viele Experten den US-Branchenriesen Pfizer Inc. in der Führungsrolle mit ihrem Wirkstoff "Paxlovid" sehen. Dieser solle einen Schutz von 90% bei Hochrisikopatienten und rund 70% bei normalen Patienten bieten, wie mehrere Tests gezeigt hätten. Aufgrund der positiven Testresultate habe das Medikament am 22.12.2021 bereits die Notfallzulassung der US-Arzneimittelaufsicht FDA erhalten.

Neben dem neuen Wirkstoff habe Pfizer weiterhin die höchst lukrative Kooperation mit dem Mainzer Unternehmen BioNTech, welches bereits dem Impfstoffmarkt gegen das Coronavirus dominiere. Entsprechend würden zunehmend Analysten den US-Pharmakonzern im kommenden Jahr in einer führenden Position im Bereich Covid-Arzneimittel sehen. Denn aktuell seien noch keine Konkurrenten, welche so breit aufgestellt seien, in Sicht.

Der größte Abnehmer von Pfizer sei aktuell noch die USA. Diese hätten sich bereits im Voraus rund zehn Millionen Packungen zu einem Preis von 530 US-Dollar gesichert. Zahlreiche weitere Staaten würden jedoch bereits Interesse zeigen. So habe der Pfizer-Chef Albert Bourla jüngst in seinem Interview mit CNBC verkündet, es gäbe praktisch keine Regierung, die noch nicht angerufen habe. Um dieser großen Nachfrage standzuhalten würden aktuell rund eine Milliarde Dollar für den Ausbau der Kapazitäten für "Paxlovid" investiert. Somit habe auch die geplante Produktionsmenge für kommendes Jahr von jüngst 50 Millionen Einheiten auf rund 80 Millionen angehoben werden können.

Experten würden davon ausgehen, dass diese Antiviralen Medikamente im nächsten Jahr eine sehr viel größere Rolle spielen würden als bisher angenommen und den Pharmakonzernen deutliche zweistellige Milliardenerlöse einbringen könnten. Medikamente in Tablettenform hätten dabei den Vorteil, dass sie auf wesentlich breiterer Basis eingesetzt werden könnten als die Antikörperwirkstoffe. Die Antikörperwirkstoffe könnten praktisch lediglich im Krankenhaus verabreicht werden, was für viele Patienten schon zu spät sei. Tabletten hingegen könnten bereits nach festgestellter Infektion vorbeugend eingenommen werden.

Die Hoffnung sei, dass Covid-Patienten die neuen Wirkstoffe künftig schnell nach Symptombeginn fünf Tage lang einnehmen könnten und damit das Risiko für schwere Verläufe erheblich reduzieren würden. So würden sich Infektionswellen bedeutend besser beherrschen lassen und die Zahl der Krankenhauseinlieferungen reduziert werden. Damit würde die Pflegebranche massiv entlastet.

Der SVB Leerink Analyst Geoffrey Porges gehe von einem potenziellen Umsatz von 24 Milliarden US-Dollar für kommendes Jahr aus. Für das Jahr 2023 sei er mit rund 33 Milliarden US-Dollar nochmals optimistischer.

Da der weitere Kursverlauf der Aktien von einer Vielzahl konzernpolitischen, branchenspezifischen und ökonomischen Faktoren abhängig sei, sollten Anleger das Risiko bei ihren Investmententscheidungen berücksichtigen. Entwicklungen könnten jederzeit anders verlaufen, als Anleger es erwarten würden, wodurch Verluste entstehen könnten.

Eine Investmentidee sei zum Beispiel eine Multi Aktienanleihe mit Barriere (Worst-Of) Quanto auf die Aktien von BioNTech, Moderna und Pfizer. Die Anleihe sei mit einem Nennbetrag von 1.000,00 EUR sowie einem Kupon von 21,75% p.a. ausgestattet. Der Basispreis betrage 100,00%. Die Barriere liege bei 60,00%. Fällig werde die Anleihe am 23. Dezember 2022. Die Multi Aktienanleihe mit Barriere (Worst-Of) Quanto könne noch bis zum 10. Januar 2022 gezeichnet werden.

Multi Aktienanleihen mit Barriere (Worst of): Dieser Typ der Aktienanleihen beziehe sich auf mehrere Basiswerte. Damit sei der Grad der Abhängigkeit der Wertentwicklung der Basiswerte voneinander (sog. Korrelation) wesentlich für die Beurteilung des Risikos, dass mindestens ein Basiswert seine Barriere erreiche. Anleger sollten beachten, dass bei mehreren Basiswerten für die Bestimmung des Auszahlungsbetrags der Basiswert maßgeblich sei, der sich während der Laufzeit der Wertpapiere am schlechtesten entwickelt habe (sog. Worst-of-Struktur). Das Risiko eines Verlusts des investierten Kapitals sei daher bei Worst-of-Strukturen wesentlich höher als bei Wertpapieren mit nur einem Basiswert.

Marktrisiko: Die Entwicklung der Aktienkurse der jeweiligen Unternehmen sei von vielen unternehmerischen, konjunkturellen und ökonomischen Einflussfaktoren abhängig, die der Anleger bei der Bildung seiner Marktmeinung zu berücksichtigen habe. Der Aktienkurs könne sich auch anders entwickeln als erwartet, wodurch Verluste entstehen könnten.

Emittenten- / Bonitätsrisiko: Anleger seien dem Risiko ausgesetzt, dass Emittent und Garant ihre Verpflichtungen aus dem Produkt und der Garantie - beispielsweise im Falle einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit / Überschuldung) oder einer behördlichen Anordnung von Abwicklungsmaßnahmen - nicht erfüllen könnten. Eine solche Anordnung durch eine Abwicklungsbehörde könne im Falle einer Krise des Garanten auch im Vorfeld eines Insolvenzverfahrens ergehen. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals sei möglich. Das Produkt unterliege als Schuldverschreibung keiner Einlagensicherung. (Ausgabe vom 05.01.2022) (10.01.2022/alc/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.






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