Investmentidee: Fußball-EM bietet Sponsoren großes Ertragspotenzial - Anleiheanalyse


10.06.21 15:15
Bank Vontobel Europe AG

München (www.anleihencheck.de) - Für Vontobel sind die Aktien von adidas und Nike eine Investmentidee und die Bank Vontobel Europe AG liefert Vorschläge, wie Anleger mit Anleihen von dieser Einschätzung profitieren können.

Noch in dieser Woche starte die Fußball-Europameisterschaft 2021, welche erstmalig nicht nur in einem Gastgeberland ausgetragen werde, sondern in elf verschiedenen europäischen Ländern. Neben dem sportlichen Wettbewerb auf dem Platz würden sich auch die Sportartikelhersteller adidas und Nike einen Kampf um die Marktmacht liefern, denn die populären Merchandising-Artikel hätten bereits in der Vergangenheit den Ausrüstern zu Rekordumsätzen verholfen. Insgesamt biete ein solches Sportevent ein enormes Marketing-Potenzial, weswegen allen voran die Sponsoren Gewinner eines solchen Turniers seien.

Nach der pandemiebedingten Absage im vergangenen Jahr 2020 sei es bald soweit und die Fußball Europameisterschaft starte am 11. Juni. Fortan würden die 24 Nationalmannschaften bis zum 11. Juli um den Einzug ins Finale kämpfen, um dort Nachfolger des Titelverteidigers Portugal zu werden. Zum ersten Mal in der Geschichte werde eine Europameisterschaft dezentral ausgetragen, also nicht nur in einem Gastgeberland, sondern in insgesamt elf verschiedenen Ländern. Neben dem sportlichen Wettbewerb sei ein solches Großturnier auch eine gigantische Marketingplattform, wovon allen voran die Ausrüster bzw. Sponsoren der Nationalmannschaften profitieren könnten. Gerade erstere würden traditionsgemäß während eines solchen Turniers ein stark florierendes Geschäft erleben, denn Trikots und andere Fanartikel seien in diesen vier Wochen gefragter denn je. Daher dürften auch in diesem Jahr der deutsche Sportartikelhersteller adidas und dessen Hauptkonkurrent Nike Profiteure des Turniers werden.

Mit neun Nationen, darunter Länder wie Weltmeister Frankreich, England oder Titelverteidiger Portugal, rüste der US-amerikanische Sportartikelhersteller Nike die meisten Mannschaften aus. Beim Konkurrenten adidas seien es acht Nationen, wie beispielsweise die deutsche Nationalmannschaft oder Spanien. Mit 17 der 24 teilnehmenden Teams seien sie die beiden Hauptausrüster der Europameisterschaft. Andere Sportartikelhersteller wie beispielsweise Puma, der nur vier Länder ausstatte, hätten vergleichsweise geringe Marktanteile. Wie sehr diese von der medialen Präsenz und dem Interesse am Event profitieren würden, würden die vergangenen Turniere zeigen.

So habe adidas während der letzten Europameisterschaft im Jahr 2016 alleine 1,3 Mio. DFB-Trikots verkaufen können. Auch vier Jahre zuvor im EM-Jahr 2012 seien es über eine Million verkaufter Trikots der Deutschen Nationalmannschaft gewesen. Im Fußball-Bereich habe adidas im Jahr 2016 einem Rekordumsatz von EUR 2,5 Mrd. erreicht, was sich vor allem auf die Europameisterschaft und die populären Merchandising-Artikel zurückführen lasse.

Neben den Ausrüstern dürften auch die Sponsoren der jeweiligen Nationalmannschaften massiv von dieser "Schaufenster"- Europameisterschaft profitieren. Sponsoren der Deutschen Nationalmannschaft seien unter anderem - neben dem Trikot-Ausstatter adidas - die Deutsche Lufthansa, Volkswagen und die Deutsche Telekom. Gerade letzterer sei es gelungen, sich die begehrten TV-Rechte einiger Spiele zu sichern und so werde neben der ARD und dem ZDF das Telekom-Angebot Magenta-TV erstmals bei einem großen Turnier Spiele übertragen. Das Bonner Telekommunikationsunternehmen habe sich bereits im Oktober 2019 die kompletten Medienrechte für die EM 2024 in Deutschland von der Europäischen Fußball-Union UEFA gesichert.

Später habe die Telekom in einem umfangreichen Vertragswerk diese Rechte mit der ARD und dem ZDF geteilt und im Gegenzug Sendelizenzen für alle Begegnungen der EM in diesem und der WM im kommenden Jahr erhalten. Wie begehrt die Sponsoring-Plattform Deutsche Fußball-Nationalmannschaft sei, zeige Volkswagen. Denn 2017 sei es den Wolfsburgern gelungen, den bisherigen Automobilpartner und Sponsor Mercedes-Benz nach 45 Jahren Zusammenarbeit mit dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) abzulösen.

Mercedes-Benz habe bislang mit rund EUR 8 Mio. pro Jahr das DFB-Team unterstützt und sei schlussendlich von Volkswagen ersetzt worden, die seither als Hauptsponsor mehr als EUR 25 Mio. pro Jahr zahlen würden. Neben dem DFB-Team sei Volkswagen auch offizieller Mobilitätspartner der UEFA und werde daher während der gesamten Europameisterschaft präsenter Werbepartner sein. Volkswagen wolle durch das kostspielige Fußball-Sponsoring den Absatz der E-Autos weiter ankurbeln. Es zeige sich, dass es neben dem sportlichen Wettbewerb auch abseits des Platzes einen enormer Wettbewerb um die begehrten Sponsoring-Partnerschaften gebe.

Neben den zahlreichen Sponsoren der Mannschaft gebe es ebenso die Hauptsponsoren des Turniers wie FedEx, Heineken und auch hier wieder Volkswagen. Das amerikanische Logistikunternehmen FedEx habe bereits im April 2019 einen Vierjahresvertrag mit der UEFA unterzeichnet - daher trete FedEx als offizieller Logistikpartner bei der EM 2020 in Erscheinung. Durch die erstmalige Austragung in elf Länder werde die Logistik eine große Herausforderung. Ebenso trete auch die niederländische Brauerei Heineken während der EM vermehrt in Erscheinung, und dies nicht nur wegen des wachsenden Bierkonsums in dieser Zeit, sondern auch als offizieller Sponsor des Turniers. Heineken sei bereits seit über 25 Jahren als UEFA Partner im prestigeträchtigsten Clubwettbewerb, der Champions League, bekannt. Nun sei diese Partnerschaft erweitert worden und so sponsere Heineken auch erstmals eine EM.

Der Vertrag für die UEFA EURO 2020 umfasse neben exklusiven Schankrechten für Stadien, Fanzonen und "Fan Villages" während des Turniers auch LED-Werbebanden-Präsenz, digitale Rechte, die Präsentation des Manns des Spiels, Rechte im Zusammenhang mit der öffentlichen Übertragung von Spielen sowie die Ausgabe von Gratis-Eintrittskarten. Wie groß die Reichweite eines solchen Events sei, würden die vergangenen Europameisterschaften zeigen, denn so habe die EM 2016 in Frankreich alleine in Deutschland 59,79 Mio. Personen erreicht - so viele Zuschauer wie nie zuvor. Neben den Zuschauern in den Stadien fasziniere ein solches Turnier mehrere Millionen Menschen an den Geräten zuhause - so hätten die vergangenen Europameisterschaften Marktanteile von bis zu 50 Prozent gehabt.

Die Aktie der adidas AG werde aktuell bei EUR 297,00 (08.06.2021) gehandelt. Das Jahreshoch sei bei EUR 301,95 (21.05.2021) und das Jahrestief bei EUR 230,10 (12.06.2020) erreicht worden. Bei Bloomberg würden 20 Analysten die Aktie auf BUY setzen, 19 auf HOLD und ein Analyst setze sie auf SELL.

Die Aktie von Nike Inc. werde aktuell bei USD 133,04 (08.06.2021) gehandelt. Das Jahreshoch sei bei USD 147,05 (11.01.2021) und das Jahrestief bei USD 93,67 (26.06.2020) erreicht worden. Bei Bloomberg würden 26 Analysten die Aktie auf BUY setzen, 4 auf HOLD und 2 Analysten würden sie auf SELL setzen.

Eine Investmentidee sei zum Beispiel eine Multi Aktienanleihe mit Barriere (Worst-Of) Quanto auf die Aktien von adidas und Nike. Die Anleihe sei mit einem Nennbetrag von 1.000,00 EUR sowie einem Kupon von 8,75% p.a. ausgestattet. Der Basispreis betrage 100,00%. Die Barriere liege bei 75,00%. Fällig werde die Anleihe am 24. Juni 2022. Die Multi Aktienanleihe mit Barriere (Worst-Of) Quanto könne noch bis zum 21. Juni 2021 gezeichnet werden.

Anleger sollten beachten, dass die Entwicklung der Aktienkurse der o.g. Unternehmen von vielen unternehmerischen, konjunkturellen und ökonomischen Einflussfaktoren abhängig sei, die bei der Bildung einer entsprechenden Marktmeinung berücksichtigt werden sollten. Der Aktienkurs könne sich immer auch anders entwickeln als Anleger es erwarten würden, wodurch Verluste entstehen könnten. Zudem seien vergangene Wertentwicklungen und Analystenmeinungen kein Indikator für die Zukunft.

Anleger seien dem Risiko ausgesetzt, dass der Emittent (Vontobel Financial Products GmbH, Frankfurt am Main) bzw. der Garant (Vontobel Holding AG, Zürich) seine Verpflichtungen aus dem Produkt nicht erfüllen könne. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals sei möglich. Die Produkte unterlägen als Schuldverschreibungen keiner Einlagensicherung.

Multi Aktienanleihen mit Barriere (Worst of): Dieser Typ der Aktienanleihen beziehe sich auf mehrere Basiswerte. Damit sei der Grad der Abhängigkeit der Wertentwicklung der Basiswerte voneinander (sog. Korrelation) wesentlich für die Beurteilung des Risikos, dass mindestens ein Basiswert seine Barriere erreiche. Anleger sollten beachten, dass bei mehreren Basiswerten für die Bestimmung des Auszahlungsbetrags der Basiswert maßgeblich sei, der sich während der Laufzeit der Wertpapiere am schlechtesten entwickelt habe (sog. Worst-of-Struktur). Das Risiko eines Verlusts des investierten Kapitals sei daher bei Worst-of-Strukturen wesentlich höher als bei Wertpapieren mit nur einem Basiswert. (10.06.2021/alc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.






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