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Investment Grade-Kredite bleiben stark


13.10.21 11:50
Generali Investments

Köln (www.anleihencheck.de) - Der Investment Grade-Kreditmarkt (IG) hat sich in der jüngst volatilen Phase als äußerst widerstandsfähig erwiesen. Das Research-Team von Generali Investments ist davon überzeugt, dass dies bis zum Jahresende so bleiben wird.

Der Hauptgrund für die extrem niedrige Volatilität der IG-Spreads seien die Käufe der Europäischen Zentralbank (EZB). Die EZB habe sehr deutlich gemacht, dass die Kreditvergabe eine der Hauptvariablen sei, die sie im Rahmen ihrer Bewertung der Finanzierungsbedingungen beobachte. In dieser Hinsicht sei die stark erwartete Drosselung des Pandemic Emergency Purchase Programme (PEPP) an sich kein Problem, da der Großteil der Kreditkäufe im Rahmen des Asset Purchase Programme (APP) getätigt werde, das die EZB auch nach ihrer ersten Zinserhöhung, wahrscheinlich 2024, beibehalten dürfte.

Die technischen Daten für IG seien derzeit ebenfalls gut, weil in der Berichtssaison das Angebot mechanisch reduziert werde, da die Unternehmen während der Black-out-Perioden keine Anleihen emittieren könnten, während die EZB-Käufe jedoch weitergehen würden. Außerdem würden sich mit Beginn der Berichtssaison für das 3. Quartal die Fundamentaldaten wohl weiter verbessern, wenn auch wahrscheinlich langsamer als im laufenden Quartal. Deshalb würden die Experten davon ausgehen, dass die IG-Kreditspreads Ende 2021 um 5 Basispunkte enger sein würden als derzeit. (13.10.2021/alc/a/a)