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Interventionstätigkeit der Schweizer Notenbank scheint bestätigt zu sein


12.01.22 15:30
Oberbank

Linz (www.anleihencheck.de) - Der Schweizer Franken war zum Jahreswechsel ein gefragter sicherer Hafen, so Oberbank in ihrem aktuellen Tageskommentar zu den internationalen Finanzmärkten.

EUR/CHF sei auf Kurswerte um 1,0325 gesunken, was deutlich unter der "inoffiziellen" Kursuntergrenze von 1,0500 liege. Aus diesem Grund hätten Interventionsgerüchte die Runde gemacht und tatsächlich sei EUR/CHF in den letzten fünf Tagen sprunghaft auf fast 1,0500 angestiegen.

Ein Anstieg der Sichteinlagen bei den Schweizer Geschäftsbanken scheine die Interventionstätigkeit der Schweizer Notenbank (SNB) zu bestätigen. Bei weltweit steigendenden Leitzinssätzen könnte der CHF wieder interessanter für Carry-Trades (Fremdwährungsfinanzierungen) werden und sich abschwächen. Jedoch werde dies gegenüber dem Euro nur sehr langsam von statten gehen, da die EZB bei Zinsanhebungen weiterhin auf der Bremse stehe. Unsere Prognose für 2022 ist eine leichte Erholung von EUR/CHF auf rund 1,0600, so Oberbank. (12.01.2022/alc/a/a)