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Inflationsgipfel in der Eurozone überschritten


14.01.22 12:00
Merck Finck

München (www.anleihencheck.de) - Im Dezember sieben Prozent Inflation in den USA, fünf Prozent in der Eurozone und gut fünf Prozent in Deutschland: "Gerade in Deutschland, aber auch in der Eurozone dürften die Inflationszahlen ab diesem Monat niedriger ausfallen", sagt Robert Greil, Chefstratege der Merck Finck A Quintet Private Bank.

Der Chefstratege von Merck Finck rechne "nicht nur wegen des ab Januar herausfallenden Basiseffekts der temporären deutschen Mehrwertsteuersenkung im zweiten Halbjahr 2020, sondern auch wegen nachlassender Ölpreis-Basiseffekte mit einem Rückgang". Greil: "Im weiteren Jahresverlauf dürfte sich der Inflationsdruck insbesondere in der Eurozone nach und nach abschwächen."

Kommende Woche stünden am Mittwoch aber erst einmal noch die finalen deutschen Inflationszahlen für Dezember an. Tags darauf würden die britischen Preissteigerungsraten für diesen Monat und am Freitag die für Japan publiziert. Darüber hinaus würden am Dienstag die ZEW-Konjunkturerwartungen sowie am Freitag das Verbrauchertrauen der Eurozone und Großbritanniens im Januar kommen.

Während der US-Datenkalender mit vorwiegend Immobilienmarktdaten relativ dünn sei, habe Asien nächste Woche mehr zu bieten: So tage am Dienstag die Bank of Japan und in China würden gleich am Montag nicht nur die Dezemberzahlen für die Industrie und den Einzelhandel, sondern auch das Bruttoinlandsprodukt für das vierte Quartal 2021 publiziert.

ZITATE:

"Gerade in Deutschland, aber auch in der Eurozone dürften die Inflationszahlen ab diesem Monat niedriger ausfallen."

"Wir rechnen nicht nur wegen des ab Januar herausfallenden Basiseffekts aus der temporären deutschen Mehrwertsteuersenkung im zweiten Halbjahr 2020, sondern auch wegen nachlassender Ölpreis-Basiseffekte, mit rückläufigen Inflationsdaten."

"Im weiteren Jahresverlauf dürfte sich der Inflationsdruck insbesondere in der Eurozone nach und nach abschwächen." (14.01.2022/alc/a/a)