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Inflationsentwicklung in Ungarn und Polen problematisch


09.07.20 11:15
Oberbank

Linz (www.anleihencheck.de) - Der geldpolitische Ausschuss der Ungarischen Zentralbank steht nahezu geschlossen hinter einer expansiven Politik, so Oberbank in ihrem aktuellen Tageskommentar zu den internationalen Finanzmärkten.

Ein Leitzinssatz von über 0% werde als wichtig für die Finanzstabilität erachtet. Vielmehr könnten günstige Kredite und ein Kaufen von Unternehmensanleihen als Instrumente verwendet werden, sollten erneut Impulse notwendig sein, die Wirtschaft zu unterstützen. Problematisch könnte die weitere Entwicklung der Inflation werden, die nach wie vor über dem Zielwert liege.

Ein ähnliches Problem habe auch die Polnische Zentralbank. Nach der Zinssenkung im Juni, weil eine Deflation befürchtet worden sei, würden die Preise steigen. Für die Währungen in Ungarn und in Polen ergebe sich dadurch ein negatives Umfeld. In Tschechien hingegen habe die Zentralbank klargestellt, dass ohne eine Verschlechterung der Konjunktur keine Zinssenkung kommen werde. Die Tschechische Krone sollte daher ihre Seitwärtsbewegung in nächster Zeit beibehalten. (09.07.2020/alc/a/a)