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Inflation beschäftigt Finanzmärkte


23.02.21 08:30
DekaBank

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - An den Finanzmärkten sorgt das Thema Inflation für Verunsicherung, so die Analysten der DekaBank.

Erwartet werde, dass die Verbraucherpreise nach Beendigung der nationalen Corona-Stillstände weiter anziehen würden. Dazu sei gekommen, dass die Kältewelle in den USA die Rohölproduktion vorübergehend lahmgelegt habe. Das habe in der vergangenen Woche beim Ölpreis zu einem 14-Monatshoch geführt. Die auffälligsten Auswirkungen der Inflationsängste würden sich an den Anleihemärkten niederschlagen. Hier seien die Umlaufrenditen weiter angestiegen. Noch sei das Zinsniveau derart niedrig, dass der leichte Anstieg keine Bremswirkungen auf die Wirtschaft habe. Doch bei weiter steigenden Renditen könnten sich die Finanzierungsbedingungen für die Unternehmen verschlechtern. Das würde auch die Aktienmärkte nicht kalt lassen. Diese hätten daher in Wartestellung verharrt.

Neben dem ifo-Geschäftsklima, das gestern Morgen eine überraschende Verbesserung der Unternehmensstimmung in Deutschland angezeigt habe, richte sich der Blick diese Woche auf das europäische Economic Sentiment. Die jüngsten Lockdown-Maßnahmen in Europa aufgrund der aggressiveren Virusmutationen könnten hier belasten. Dagegen dürften Daten aus den Vereinigten Staaten anzeigen, dass die US-Wirtschaft weiter stramm auf Erholungskurs sei - vor dem Hintergrund geringerer Corona-Restriktionen, schnellerer Impffortschritte und eines neuerlichen Konjunkturprogramms. Im Fokus stehe zudem die Unternehmensberichtssaison, die in Europa auf Hochtouren laufe. (Ausgabe vom 22.02.2021) (23.02.2021/alc/a/a)