Inflation in Tschechien steigt auf Fünfjahreshoch


10.10.17 10:40
HSBC Trinkaus & Burkhardt

Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - Die Währungshüter der Notenbank in Tschechien (CNB) hatten sich auf ihrer Sitzung am 27. September mit einer knappen 4:3-Mehrheit gegen eine erneute Anhebung des Leitzinses ausgesprochen, nachdem der Reposatz erst Anfang August erstmals seit fast zehn Jahren wieder angehoben worden war, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

Nach Angaben von CNB-Chef Rusnok hätten die meisten Geldpolitiker die neuen makroökonomischen Projektionen im November abwarten wollen, um dem Schritt vom Vormonat einen zweiten folgen zu lassen. Jedoch sei eingestanden worden, dass die Risiken für die Inflation zuletzt angestiegen seien. Gemäß der gestrigen Veröffentlichung des tschechischen Statistikamtes sei die Jahresrate der Konsumentenpreise im September mit 2,7% auf den höchsten Stand seit fast fünf Jahren gestiegen.

Aufgrund der Ankündigung eines graduellen Normalisierungsprozesses durch die Notenbank dürfte in den kommenden Monaten ein moderater Zinserhöhungszyklus durchlaufen werden. Die Analysten würden nunmehr im November mit einer Anhebung des Reposatzes um 25 BP rechnen, der im kommenden Jahr wohl drei weitere Schritte in dieser Größenordnung folgen würden. Für 2019 würden die Analysten noch einmal Leitzinsanhebungen von insgesamt 50 BP unterstellen. Mit Blick auf diese Projektionen dürfte die Tschechische Krone (CZK) im Jahresverlauf 2018 weiter leicht aufwerten. Der Euro dürfte daher per Ende 2018 nur noch bei rund 25,60 CZK notieren. (10.10.2017/alc/a/a)