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Inflation im Euroraum gestiegen


05.02.21 10:15
Oberbank

Linz (www.anleihencheck.de) - Die am Mittwoch veröffentlichten vorläufigen Inflationsdaten für den Euroraum brachten eine Überraschung, so Oberbank in ihrem aktuellen Tageskommentar zu den internationalen Finanzmärkten.

Demnach seien die Verbraucherpreise im Januar um 0,9% gegenüber dem Vorjahr gestiegen, nachdem der Wert vier Monate lang bei -0,3% eingefroren sei (prognostiziert worden sei eine Inflationsrate von 0,5% bis 0,6%). Eher als um den Beginn einer nachhaltigen Normalisierung der Inflation handele es sich um ein Ergebnis von Sondereffekten, zu denen neben Anpassungen bei Energiepreisen auch das Ende der temporär gesenkten Mehrwertsteuersätze (etwa in Deutschland) gezählt habe. Dementsprechend würden die letzten Inflationsdaten nichts an der ultralockeren Geldpolitik der Europäischen Zentralbank ändern.

Der Euro schwächele weiter und gestern sei die Marke 1,20 bei EUR/USD nach mehr als zwei Monaten nach unten durchbrochen worden. Die Impfungen in den USA würden nicht so schleppend wie in der EU verlaufen und die wirtschaftliche Erholung werde auch dank dem geplanten Konjunkturpaket jenseits des Atlantiks schneller erfolgen. Mittelfristig erwarten wir wieder einen stärkeren Euro, kurzfristig jedoch fehlen dafür die Argumente, so Oberbank. Einen Impuls für EUR/USD könnten heute Nachmittag die US-Beschäftigungsdaten liefern. (05.02.2021/alc/a/a)