Inflation in China steigt nur moderat


09.11.17 09:00
HSBC Trinkaus & Burkhardt

Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - Die jüngsten Daten zur Preisentwicklung in der Volksrepublik China lagen leicht über den Erwartungen, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

Die allgemeinen Verbraucherpreise seien im Oktober um 1,9% in der Jahresrechnung gestiegen (September: 1,6%). Der Grund dafür seien die im Berichtsmonat steigenden Notierungen für Rohstoffe sowie höhere Ausgaben für Nahrungsmittel gewesen. Insgesamt bleibe der Preisdruck in der Volkswirtschaft überschaubar, wie die unveränderten Jahresraten für die Zunahme der um Energie und Nahrungsmittel bereinigten Kerninflation und die Produzentenpreise signalisieren würden. Dadurch werde die Notenbank vermutlich weiter ihre abwartende Zinspolitik fortsetzen.

Am chinesischen Geldmarkt werde sich die Liquiditätslage in Richtung Jahresende voraussichtlich verschärfen, da Banken vermehrt Mittel für den Jahresultimo zurückstellen würden. Anleihen würden in diesem Umfeld unter Druck zu kommen drohen. Daher würden die Analysten per Ende 2017 mit einer Rendite um 4% für 10-jährige Staatstitel rechnen. (09.11.2017/alc/a/a)