Indien: Zentralbank dürfte Leitzins in den kommenden Monaten unverändert belassen


02.10.17 11:15
HSBC Trinkaus & Burkhardt

Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - Die Indische Rupie hat zum US-Dollar seit Mitte September deutlich abgewertet, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

Als Grund hierfür würden die Analysten weniger spezifische Gründe in Indien sehen, vielmehr hätten mit der Türkischen Lira und dem Südafrikanischen Rand zuletzt auch andere Hochzinswährungen an Boden verloren. Hier dürften sich die zuletzt etwas "hawkischeren" Töne der US-Notenbank belastend ausgewirkt haben. Zusätzlichen Gegenwind aus dieser Richtung würden die Analysten in Anbetracht des anhaltend niedrigen Inflationsdrucks in den USA allerdings nicht erwarten.

Stützend auf die Rupie sollte sich zudem auswirken, dass das indische Finanzministerium per Ende der vergangenen Woche angekündigt habe, an dem geplanten Emissionsumfang für die zweite Hälfte des Fiskaljahres 2017/18 festhalten zu wollen. Es habe zuletzt Befürchtungen gegeben, dass die indische Regierung die Fiskalpolitik lockern würde. Die indische Notenbank dürfte sich auf ihrer Sitzung am Mittwoch relativ unbeeindruckt von der jüngsten Währungsschwäche zeigen und den Leitzins nach der jüngsten Reduzierung des Reposatzes vom August unverändert bei 6,00% belassen. (02.10.2017/alc/a/a)