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Höhere Renditen mit Schwellenländeranleihen auf USD-Basis meistern


01.04.21 12:00
State Street Global Advisors

Boston (www.anleihencheck.de) - Obwohl Schwellenländeranleihen in letzter Zeit mit Herausforderungen konfrontiert waren, sehen wir immer noch Gründe, sie weiterhin in Portfolios aufzunehmen, vor allem zur Risikodiversifizierung und Renditesteigerung, so die Experten von State Street Global Advisors in ihrem aktuellen "SPDR Strategie Espresso".

Eine Allokation in EM-Hartwährungen könne dazu beitragen, das Risiko der Währungsvolatilität zu begrenzen und in Verbindung mit einer niedrigeren Duration die Sensitivität gegenüber steigenden US-Treasury-Renditen zu reduzieren.

Es sei ein schwieriges Quartal für Schwellenländeranleihen gewesen. Die Risiko-Rally, die im November 2020 begonnen habe, habe die Gewinne unterstützt, die bis Februar 2021 angehalten hätten. Während die Reflationstendenz aufgrund der starken Erholung des US-Wachstums in den Köpfen der Anleger nicht verschwunden sei, hätten die Schwellenländeranleihen den Rückwärtsgang eingelegt.

Steigende US-Treasury-Renditen, bei denen sich der Ausverkauf im Februar beschleunigte, scheinen das Kryptonit für EM-Anleihen gewesen zu sein, so die Experten von State Street Global Advisors. Historisch niedrige Renditen in Schwellenländern und enge Spreads zu US-Treasuries hätten bedeutet, dass sie weniger in der Lage gewesen seien, die Auswirkungen steigender Treasury-Renditen zu absorbieren. Hinzu komme, dass die höheren US-Renditen den Konsens über eine weitere Abschwächung des USD gedämpft hätten, was wiederum die Fonds in lokaler Währung belastet habe. Darüber hinaus habe der steigende Inflationsdruck mehrere Zentralbanken, insbesondere in Brasilien, der Türkei und Russland, dazu veranlasst, ihre Politik zu straffen, trotz des recht unscheinbaren inländischen Wachstumshintergrunds.

Trotz der Rückschläge gebe es nach wie vor einige wichtige Gründe, Schwellenländeranleihen in Portfolios aufzunehmen, vor allem zur Risikodiversifizierung und Renditesteigerung. Der Ausverkauf habe den Renditerückgang, der seit November letzten Jahres zu beobachten gewesen sei, nun wieder rückgängig gemacht, aber ein stärkeres US-Wachstum sollte sich letztlich als vorteilhaft für die Schwellenmärkte erweisen. Die Experten von State Street Global Advisors würden glauben, dass es Möglichkeiten gebe, zu investieren und gleichzeitig das Risiko zu begrenzen, und die folgenden drei Überlegungen anbieten.

1. Die Risiken der USD-Instabilität mit EM-Hartwährungen begrenzen

Einer der Schlüsselfaktoren, der die Renditen von Schwellenländeranleihen untergrabe, sei der Wiederanstieg des USD, dessen Kehrseite die Schwäche der lokalen Marktwährung sei. Es werde erwartet, dass der Trend der USD-Schwäche irgendwann zurückkehre, aber das sei unwahrscheinlich, solange die Renditen der US-Staatsanleihen steigen würden, wobei die größeren Renditedifferenzen den USD unterstützen würden. Die Entscheidung für Anleihen in harter Währung statt in lokaler Währung begrenze die Anfälligkeit für diese Währungsinstabilität.

In Bezug auf die Vier-Wochen-/Vier-Wochen-Änderungen der Renditen von EM-Anleihen im Vergleich zu den Änderungen der Renditen während des jüngsten Ausverkaufs und des QE3 sei der aktuelle Ausverkauf nicht so stark wie der während QE3 aufgetretene. Darüber hinaus deute die relativ flache Verteilung der Hartwährungsrenditen darauf hin, dass sie in der Regel weniger empfindlich auf große Renditeanstiege reagieren würden als Lokalwährungsrenditen.

2. Senkung der Duration zur Verringerung der Sensibilität gegenüber US-Treasury-Renditen

Die Experten von State Street Global Advisors hätten bereits früher über die Vorzüge einer Verringerung der Duration in einem Umfeld steigender Renditen geschrieben, um die Anfälligkeit für steigende US-Treasury-Renditen zu reduzieren. Der ICE BofA 0-5 Year EM USD Government Bond ex-144a Index habe beispielsweise etwas mehr als 30% der Duration des J.P. Morgan EMBI Global Diversified Sovereign Index. Dies bedeute nicht immer, dass man auf Renditen verzichten müsse: In den letzten zwölf Monaten habe die Gesamtrendite des ICE BofA 0-5 Year EM Index 2,95% betragen gegenüber nur 0,91% für den J.P. Morgan Index. Auf längere Sicht seien die Renditen des Index mit längerer Duration höher, aber in den letzten fünf Jahren hätten die durchschnittlichen Renditen für den ICE BofA 0-5 Year EM Index bei 60% derjenigen des J.P. Morgan Index gelegen.

3. Auf das klare Spiel mit den zugrunde liegenden Emittenten setzen

Ohne den "Schockabsorber" einer Währung seien Hartwährungsfonds ein Spiel auf die Kreditqualität der zugrunde liegenden Emittenten. Während die Schwellenländer angesichts langsamerer Impfprogramme länger brauchen würden, um sich von COVID-19 zu erholen, sollte ein stärkeres globales Wachstum an dieser Front dennoch positiv sein. Ein leichterer Zugang zu USD-Marktfinanzierungen bedeute in der Regel auch eine größere Vielfalt an Emittenten. So enthalte der ICE BofA 0-5 Year EM USD Government Bond ex-144a Index Anleihen von über 60 Emittenten gegenüber nur 19 im J.P. Morgan GBI-EM Global Diversified Index in lokaler Währung.

Zusammenfassend lasse sich sagen, dass die Begrenzung der Duration und des Risikos von Währungsschwankungen, die die EM-Länder heimgesucht hätten, die Gesamtvolatilität des Portfolios reduzieren sollte, während die Anleger weiterhin von den relativ hohen Renditen profitieren könnten, die EM-Anleihestrategien bieten würden. (Ausgabe vom 31.03.2021) (01.04.2021/alc/a/a)