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Hochpunkt im US-Preiszyklus dürfte überschritten sein


11.10.18 08:30
HSBC Trinkaus & Burkhardt

Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - Die US-Notenbank verweist darauf, dass sich die US-Inflation aktuell in der Nähe der mittelfristigen Zielmarke einer Jahresrate von 2% befindet, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

Mit ihrem graduellen Leitzinserhöhungszyklus hoffe die FED die Teuerung auch perspektivisch in diesem Bereich zu halten. Gemessen am Konsumentenpreisindex sei die angeführte Zielmarke in diesem Jahr bisher sogar in jedem einzelnen Monat überschritten worden. Allerdings dürfte der Hochpunkt im Sommer erreicht worden sein (Juli: 2,9%). Für September würden die Analysten mit einem Monatsplus von 0,2% rechnen, sodass die Jahresrate auf 2,4% nachgeben würde.

Da die Analysten für die kommenden Quartale von einer schwächeren BIP-Dynamik ausgehen würden, sollte sich die Teuerung bis zum Jahreswechsel langsam weiter abschwächen und 2019 wieder bei rund 2% notieren. Vor diesem Hintergrund dürften die US-Währungshüter ihren geldpolitischen Verschärfungszyklus noch bis zum Sommer des kommenden Jahres fortsetzen, bevor wohl eine längere Phase mit unveränderten Leitzinsen folge.

Aufgrund der zuletzt wieder gestiegenen US-Leitzinserhöhungserwartungen der Finanzmarktteilnehmer werde die heutige Veröffentlichung besondere Beachtung finden. Eine höhere Inflationsrate als im Marktkonsens erwartet (2,4%) würde die Renditen von US-Treasuries und den US-Dollar weiter anziehen lassen. (11.10.2018/alc/a/a)