Erweiterte Funktionen

Heute im Fokus: US-Verbraucherstimmung gedämpft


12.02.21 08:45
Helaba

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die US-amerikanischen Inflationserwartungen haben einen kleinen Dämpfer erhalten, wenngleich der Trend zu höheren Werten noch intakt ist, so die Analysten der Helaba.

Das bisher höchste Niveau seit 2018 sei in dieser Woche bei 2,45% (5y/5y forward inflation) markiert worden, der Anstieg der Erwartungen sei aber zum Erliegen gekommen, nachdem die Januarteuerung in den USA keinen Aufwärtsdruck signalisiert habe. Die Kernpreise hätten im Monatsvergleich sogar stagniert. Auch der FED-Chef habe die zuletzt diskutierten Inflationssorgen gekontert. Powell erwarte keinen großen oder nachhaltigen Anstieg der Inflation. Das jenseits von 25% liegende Geldmengenwachstum (M2) sorge jedoch für Unbehagen und der Lackmustest für eine stabilitätsorientierte Geldpolitik komme, wenn die Teuerung anziehe, die Arbeitslosigkeit aber unbefriedigend hoch bleiben sollte.

Datenseitig richte sich das Interesse am Nachmittag auf das vorläufige Michigan Sentiment des laufenden Monats. Die Stimmungslage der US-Verbraucher habe sich von den Tiefs bei rund 72 Punkten des vorigen Frühjahrs zwar erholen können, die Vorkrisenniveaus zwischen 90 und 100 Punkten seien aber noch in weiter Ferne. Verantwortlich dafür sei die noch immer schwierige Situation am US-Arbeitsmarkt. FED-Chef Powell habe jüngst darauf verwiesen, dass die Arbeitslosigkeit tatsächlich eher bei 10% liege als bei den offiziell gemeldeten 6,3%. Dies decke sich mit der schwachen Stimmungsverbesserung der letzten Monate. Vor diesem Hintergrund sollten die Erwartungen an das heutige Umfrageergebnis nicht zu hoch gesteckt werden, ungeachtet der Rekordstände an den US-Börsen.

Bei den Ratingüberprüfungen sei der Blick nach Nord- und Osteuropa zu lenken. (12.02.2021/alc/a/a)