Heute im Fokus: US-Inflation


11.05.22 08:45
Helaba

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Hohe Inflationsraten haben weltweit Notenbanken unter Druck gesetzt, die Phase der ultra-lockeren Geldpolitik (Null- und Negativzinsen, QE) zu beenden, so die Analysten der Helaba.

Vor allem die sich abzeichnende Dynamik der US-Zinserhöhungen, aber auch das Ende von QE und der Übergang zu Bilanzreduzierungen (z.B. FED) hätten die Finanzmärkte in den letzten Wochen und Monaten belastet, zusätzlich zu den Verunsicherungen durch den Ukrainekrieg oder die Probleme in China.

Vor diesem Hintergrund richte sich der Fokus der Akteure datenseitig auf die US-Verbraucherpreise des Monats April. Die per saldo feststellbare, leichte Entspannung bei den Energiepreisen im letzten Monat werde einen dämpfenden Einfluss auf den Verbraucherpreisindex haben. Die hohe Volatilität der Benzinpreise trage zum Auf und Ab der US-Inflation in erheblichem Maße bei und im April hätten sich die Benzinpreise den Ölnotierungen folgend etwas ermäßigt. Deshalb bereits ein Ende des Inflationsschubes auszurufen oder das Inflationsproblem als überwunden anzusehen, wäre wohl verfrüht.

Insbesondere die Dienstleistungspreise hätten zu den Preissteigerungen der letzten Zeit beigetragen und daher sei der Blick abseitig der Güterpreise auch auf die Lohn- und Gehaltsentwicklung zu richten. Zudem seien die Störungen der Lieferketten ausgehend von China und dem Ukrainekrieg ein anhaltender Unsicherheitsfaktor. Alles in allem dürfte die Gesamtteuerung den Zenit wohl überschritten haben, der Druck auf die US-Notenbank bleibe aber noch für geraume Zeit erhalten.

In der Eurozone würden die Märkte auf die Vielzahl der EZB-Redebeiträge achten. Eine Forcierung der bereits ausgeprägten Zinserhöhungserwartungen dürfte es nach Erachten der Analysten nicht geben. (11.05.2022/alc/a/a)





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