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Heute im Fokus: US-Datenflut und FOMC-Protokoll


17.02.21 09:15
Helaba

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Der "reflation trade" dominiert weiterhin das Marktgeschehen und so bleiben risikoreichere Assets latent gefragt, während vermeintliche "safe havens" wie Bundesanleihen und Treasuries tendenziell unter Druck stehen, so die Analysten der Helaba.

Inflationserwartungen würden derweil im Trend ansteigen, auch wenn es immer wieder Rücksetzer gebe. Die Realrenditen dies- und jenseits des Atlantiks lägen im 10-jährigen Bereich bei -1% oder darunter. Gerade in der Währungsunion sei zwar der jüngste, nominale Renditeanstieg mit einem Anstieg der Realrendite verbunden gewesen. Nachhaltig dürfte dies aber angesichts der EZB-Eingriffe in den Markt nicht sein. Ein Anstieg der Realrenditen liege nicht im Interesse der Notenbanken - und auch nicht der Finanzminister. So habe EZB-Chefin Lagarde immer wieder betont, dass es Aufgabe der EZB sei, für günstige Finanzierungsbedingungen zu sorgen.

In den USA sei der Datenkalender gut gefüllt. Vor allem Einzelhandelsumsätze und Industrieproduktion würden die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Mit positiven Entwicklungen werde gerechnet und so sollte es keinen Schub für etwaig vorhandene Konjunktursorgen geben. Zudem werde das Stimmungsbarometer des Bau- und Immobiliensektors (NAHB) auf sehr hohem Niveau erwartet. Im Hinblick auf die FED-Politik sollte es ungeachtet dessen keinen Grund für eine frühzeitige Ausstiegsdiskussion geben, denn die Arbeitslosigkeit sei den Währungshütern weiterhin viel zu hoch. Das FOMC-Sitzungsprotokoll werde diese Einschätzungen der FED-Entscheidungsträger wohl untermauern. (17.02.2021/alc/a/a)