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Heute im Fokus: Realrenditetief


11.11.21 08:45
Helaba

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Inflation und Inflationserwartungen steigen in den USA im Trend an und die US-Notenbank reagiert mit der Kürzung der Anleihekäufe, so die Analysten der Helaba.

Diese könnten zur Mitte des kommenden Jahres beendet sein und mit Blick auf das Jahresende 2022 sollte eine Zinserhöhung nicht ausgeschlossen werden. Der Rentenmarkt aber scheine nur wenig auf diese Entwicklungen zu reagieren. So liege die Realrendite der 10-jährigen US-Treasuries weiterhin deutlich im negativen Bereich, was nicht recht zu den positiven BIP-Wachstumsraten und Wachstumserwartungen passen wolle. In Phasen, in denen Nullzinspolitik mit QE kombiniert werde, sei das "Unterschießen" der Realrendite jedoch nachvollziehbar. Diese Phase nähere sich aber dem Ende und die heftige Reaktion des Jahres 2013, als die FED ein Ende der Anleihekäufe im Jahr 2014 angedeutet habe, sollte nicht in Vergessenheit geraten.

Auch hierzulande lägen die Realrenditen auf historischen Tiefs. Noch sei die EZB nicht willens, entsprechende Signale zu geben, aber perspektivisch müsse mit einer Reduzierung der Anleihekäufe und ab 2023 auch mit Zinserhöhungen gerechnet werden. Aufgrund des US-Feiertages (Veterans Day) stünden heute nur das britische BIP am Morgen und der EZB-Wirtschaftsbericht sowie einige EZB-Reden im Kalender. (11.11.2021/alc/a/a)