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Heute im Fokus: Notenbanken unter Druck?


14.10.21 08:30
Helaba

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Mit den hohen und zum Teil weiter steigenden Rohstoffpreisen sind auch die Inflationserwartungen im Trend nach oben gerichtet, so die Analysten der Helaba.

In den USA hätten die 5J/5J-Forward-Inflations-Swaps das im Mai markierte 5-Jahreshoch bei 2,55% zwischenzeitlich überwunden. Obwohl es Anzeichen dafür gebe, dass der konjunkturelle Aufschwung an Dynamik einbüße, gebe es für die US-Währungshüter keinen Grund, den angekündigten Tapering-Beginn zu verschieben. Das gestern veröffentlichte Protokoll der letzten FOMC-Sitzung habe deutlich gemacht, dass unter den Mitgliedern weitgehend Einigkeit bestehe, Mitte November oder Mitte Dezember mit der Drosselung des Tempos der Anleihekäufe zu beginnen.

Heute stünden zahlreiche FED-Reden auf dem Programm, die wohl ins gleiche Horn blasen dürften. Während die FED den ultralockeren Kurs zurückfahren wolle und sich die EZB noch in Zurückhaltung übe, seien andere Zentralbanken bereits viel weiter. Norwegen, Australien und Neuseeland hätten inzwischen die Zinsen erhöht. Auch in Großbritannien scheine der Widerstand gegen eine Zinserhöhung schwächer zu werden. Dies führe unter anderem dazu, dass bei Marktteilnehmern zunehmend Zweifel an der abwartenden Strategie der EZB aufkommen würden. Beschwichtigende Äußerungen hätten zuletzt jedenfalls keinen Markteinfluss mehr ausüben können. (14.10.2021/alc/a/a)