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Heute im Fokus: Inflationsspitze in den USA


12.01.22 08:30
Helaba

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Das Interesse gilt datenseitig heute der US-Inflationsrate, so die Analysten der Helaba.

Mit einem Plus gegenüber dem Vorjahreszeitraum von rund 7% dürfte die US-Inflation im Dezember auf den Hochpunkt zusteuern. Zwar habe sich der Benzinpreisanstieg abgeschwächt und auch bei den amerikanischen Erdgaspreisen zeichne sich eine Entspannung ab, dass dies aber einen weiteren Anstieg der Teuerung verhindern könne, sei fraglich. Zum einen seien die hohen Lohnsteigerungen ein treibender Faktor, zum anderen sei auf den Vorproduktstufen noch keine Wende eingetreten, sodass im Dezember vermutlich ein weiterer Anstieg der Inflationsrate verbucht werden müsse. Dies gelte angesichts dessen vor allem auch für die Kerninflation, die deutlich höher und klar jenseits der 5%-Marke zu erwarten sei.

Vor diesem Hintergrund werde die FED an ihrem Plan festhalten und die schnellere Gangart bei der Beendigung des geldpolitischen Stimulus beibehalten. Erst gestern habe FED-Chef Powell bei der Re-Nominierungsanhörung im US-Kongress betont, dass die FED eine Verfestigung der Inflation verhindern möchte. Basiseffekte würden zwar spätestens ab dem Frühjahr deutlich dazu beitragen, dass die Teuerungsrate wieder sinke, ein Ausstieg aus der expansiven Geldpolitik bleibe bei einer Arbeitslosenquote von 3,9% aber dennoch angeraten. Das Beige Book, der Konjunkturbericht der FED, könnte weitere Signale in diese Richtung enthalten.

Die EWU-Industrieproduktion dürfte kaum marktbewegenden Einfluss haben. Die nationalen Daten seien gemischt ausgefallen. So habe Spanien überraschend ein deutliches Plus im November gemeldet, während Deutschland und Frankreich einen Rückgang verzeichnet hätten. (12.01.2022/alc/a/a)