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Heute im Fokus: FED und ISM-Index


02.05.22 08:48
Helaba

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die konjunkturelle Entwicklung in den USA ist im ersten Quartal des Jahres ins Stocken geraten, so die Analysten der Helaba.

Das in der letzten Woche vermeldete BIP-Wachstum habe annualisiert bei -1,4% gg. Vorquartal gelegen. Zwar hätten Konsum und Investitionen zulegen können, sodass die heimische Endnachfrage ein ordentliches Plus aufgewiesen habe, die Lagerveränderungen und vor allem das "Loch" in der Handelsbilanz hätten für ein Minus gesorgt. Die Erwartungen bezüglich der FED-Geldpolitik hätten sich aber kaum verändert. Weiterhin werde in dieser Woche fast unisono mit einem Zinsschritt der FED um 50 Basispunkte gerechnet.

Zudem werde auf den Beginn der Bilanzverkürzung des Federal Reserve Systems gesetzt. Die hohe Inflation setze die US-Geldpolitiker ebenso unter Druck, wie die Währungshüter hierzulande. Allerdings könnten die USA auf eine weitaus bessere Arbeitsmarktentwicklung verweisen und folgerichtig seien die Zinserwartungen in den USA weiter gediehen als die der EZB.

Vor diesem Hintergrund werde der heute anstehende ISM-Index des Verarbeitenden Gewerbes wohl große Beachtung finden. Hinweise darauf, dass sich damit die Zinserwartungen in den USA nochmals deutlich verändern würden, gebe es aber nicht. Regionale Stimmungsbarometer der Industrie hätten trotz gemischter Ergebnisse per saldo überzeugt. Wenn überhaupt könnte wohl nur ein scharfer ISM-Einbruch die FED noch von ihrem Kurs abbringen. Damit sei nicht zu rechnen und der erwartete neuerliche Anstieg des ISM-Indexes werde auch die längerfristigen Zinserwartungen untermauern. Solide dürfte ebenfalls die Stimmung laut der europäischen PMIs sein. Darauf hätten die Vorabschätzungen in der letzten Woche bereits hingewiesen. (02.05.2022/alc/a/a)