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Heute im Fokus: FED-Signale


13.01.22 08:45
Helaba

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die Inflation in den USA ist im Dezember auf 7,0% gestiegen und damit auf den höchsten Stand seit annähernd 40 Jahren, so die Analysten der Helaba.

Auch bei den Kernpreisen seien die Steigerungsraten beachtlich. Heute stünden die Erzeugerpreise zur Veröffentlichung an, die bereits im Vormonat deutlich stärker gestiegen seien als erwartet und mit 9,6% VJ einen Rekordstand markiert hätten. Eine Entspannung zeichne sich im Dezember noch nicht ab, allerdings würden die Analysten an ihren Erwartungen festhalten, dass die Inflationsspitze allmählich erreicht sein dürfte. Zudem stelle sich die Frage, ob die Erzeugerpreise noch das Potenzial hätten, Einfluss auf die Finanzmärkte auszuüben.

Die Inflationsrisiken seien inzwischen ausreichend thematisiert und insbesondere die US-Notenbank werde nicht müde zu betonen, darauf reagieren zu wollen. Dabei seien nicht nur Leitzinserhöhungen im Gespräch, sondern auch eine Reduzierung der FED-Bilanz. Diese werde nach Ansicht von FED-Chef Powell früher und schneller vollzogen als bei der letzten Normalisierung. Inzwischen seien die Zinserwartungen weit gediehen und eine Erhöhung des Leitzinsbandes um 25 BP im März werde zu knapp 80% eskomptiert. Zudem werde vier Schritten bis zum Ende dieses Jahres eine immer höhere Wahrscheinlichkeit beigemessen.

In diesem Zusammenhang sei auf die heute anstehende Rede von Richmond-FED-Chef Barkin verwiesen, der sich jüngst für einen ersten Schritt im März ausgesprochen habe. Auch die neue Vizechefin Brainard werde sich bei ihrer Anhörung vor dem Bankenausschuss des US-Senats dem Thema Inflation widmen. Nicht unerwähnt bleiben sollten die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, nachdem der Stellenaufbau in den letzten beiden Monaten hinter den Erwartungen zurückgeblieben sei. (13.01.2022/alc/a/a)