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Handelswoche im Zeichen der FED-Zinssitzung - Bund- und Treasury-Renditen gedämpft


14.09.20 10:15
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.anleihencheck.de) - Die bevorstehende Handelswoche steht im Zeichen der Zinssitzung der US-Notenbank sowie zahlreicher Konjunkturindikatoren, die Aufschlüsse über den Stand der wirtschaftlichen Erholung geben werden, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG (RBI).

In Bezug auf Letzteres stehe heute die Veröffentlichung der Industrieproduktion der Eurozone für den Monat Juli im Fokus. Laut vorliegenden Länderdaten (DE: 1,2%; FR: 3,8%; IT: 7,4% p.m.) sei mit einem merklichen Anstieg zu rechnen, wenn auch der Output dann noch immer rund 8% unter dem Niveau zu Jahresbeginn liegen werde. Rückblickend sei die Verbraucherpreisinflation (VPI) in den USA zu erwähnen, welche im August einen Anstieg auf 1,3% p.a. verzeichnet habe (Juli: 1,0%). Eine Kombination steigender Energiepreise (0,9% p.m. saisonal bereinigt) sowie steigender Güterpreise bei Gebrauchtwagen (5,4% p.m.) und Bekleidung (0,6% p.m.) habe zum dritten Monat in Folge zur vergleichsweise dynamischen Inflationsentwicklung bei (0,4% p.m.) beigetragen. Die Kerninflation sei von 1,6% auf 1,7% geklettert und habe damit den höchsten Stand seit Beginn der Corona-Krise erreicht.

Nichtsdestotrotz werde die Zinssitzung der Federal Reserve eine lange Phase unterstützender Geldpolitik betonen. Die Hauptaugenmerke lägen auf der Implementierung der neuen Langfriststrategie sowie den quartalsweisen Konjunkturprognosen, welche trotz Aufwärtsrevisionen 2020 weiterhin einen gedämpften Mittelfristausblick vermitteln würden. Im Vorfeld der Zinssitzung würden sich Bund- und Treasury-Renditen gedämpft zeigen und auch EUR/USD sei weitgehend unverändert. Am Primärmarkt seien heute Frankreich (3M, 5M, 12M: EUR 4,1 bis 5,3 Mrd.), Deutschland (3M, 9M: EUR 8 Mrd.) und die Niederlande (7M, 12M) mit Kurzläufern aktiv. (14.09.2020/alc/a/a)