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Haben EM-Lokalwährungsanleihen noch Spielraum für Erträge?


02.11.17 12:20
VanEck

Frankfurt am Main (www.anleihencheck.de) - Fran Rodilosso, CFA, Head of Fixed Income ETF Portfolio Management bei VanEck liefert seine Einschätzung zur Entwicklung von in Lokalwährungen begebenen Schwellenländeranleihen:

Trotz der starken Erträge, die EM-Lokalwährungsanleihen dieses Jahr erwirtschaftet hätten, bestehe nach Ansicht der Experten weiteres Aufwärtspotenzial. Seit Jahresbeginn habe der J.P. Morgan GBI-EM Global Core Index, der die Entwicklung von in Lokalwährungen begebenen EM-Staatsanleihen verfolge, ein Plus von 10,74 Prozent erzielt (Stand: 31. Oktober 2017).

Bei dieser Entwicklung müsse allerdings zwischen einzelnen Regionen unterschieden werden: Lokalwährungsanleihen aus Asien, Lateinamerika, Nahost und afrikanische Staaten hätten eine starke Kursperformance hingelegt, aber nur moderate Währungsgewinne aufweisen können. Die Währungen europäischer Schwellenländer hingegen hätten ein Plus von fast zwölf Prozent erzielt. Lokalwährungsanleihen europäischer Emittenten hätten seit Jahresbeginn zu über 50 Prozent der Gesamtrendite des Index beigetragen - und das, obwohl sie nur 25 Prozent des Gesamtvolumens ausmachen würden. Währungen wie der Polnische Zloty, Ungarische Forint und die Tschechische Krone seien enger an den Euro gebunden und hätten dieses Jahr vom europäischen Wachstum profitieren können. Sollte die Rally des US-Dollars allerdings anhalten, könnte dies zum Risiko für die oben genannten Währungen werden.

Bedingt durch ein verbessertes Wirtschaftswachstum und die kontrollierte Inflation scheinen die Fundamentaldaten Schwellenländerwährungen zu stützen, so die Experten von VanEck. Angesichts der Tatsache, dass es dieses Jahr keine breit angelegte Rally gegeben habe, würden die Experten davon ausgehen, dass die Asset-Klasse nicht überkauft sei und es noch Spielraum für weitere Wertsteigerungen gebe. Daher würden die Experten zu dem Entschluss kommen, dass Schwellenländeranleihen in Lokalwährungen weiterhin attraktiv bleiben würden. (02.11.2017/alc/a/a)