Gute und schlechte Nachrichten für die EZB


04.11.19 08:30
HSBC Trinkaus & Burkhardt

Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - Bereits am vergangenen Donnerstag gab die europäische Statistikbehörde die erste Schätzung für das BIP-Wachstum in der Eurozone für das 3. Quartal bekannt, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

Demnach sei die Wirtschaftsleistung um 0,2% gg. Vq. gestiegen und habe damit über den Markterwartungen gelegen. Hierzu hätten nicht zuletzt die überraschend positiven BIP-Zahlen aus Italien beigetragen (0,1% gg. Vq.; Konsens: 0,0%). Den insgesamt guten Konjunkturdaten hätten am Donnerstag aber auch schwache Inflationsdaten gegenübergestanden.

Gemäß der vorläufigen Schätzung für Oktober sei die Teuerungsrate mit 0,7% auf den tiefsten Stand seit November 2016 gefallen, sodass die Inflationszielmarke der EZB immer deutlicher verfehlt werde. Allerdings seien die jüngsten Tiefstände bei der Inflation auch auf ungünstige Basiseffekte bei den Energiepreisen zurückzuführen. Die Teuerungsrate dürfte nach dem Auslaufen dieser Effekte nach Erachten der Analysten wieder über die 1%-Marke anziehen und damit der EZB perspektivisch etwas weniger Kopfzerbrechen bereiten.

An den Finanzmärkten hätten am Donnerstag weder die Inflations- noch die BIP-Daten für größere Kursbewegungen gesorgt. (04.11.2019/alc/a/a)