Erweiterte Funktionen

Großbritannien: Inflationsrate im April um 1,5 Prozent gestiegen


09.06.21 09:45
Postbank Research

Bonn (www.anleihencheck.de) - Der PMI der Dienstleistungen in Großbritannien sprang im Mai auf 61,8 Punkte, so die Analysten von Postbank Research.

Die Serviceindustrie profitiere von den bis dato planmäßig erfolgten Öffnungsschritten. Der PMI der Industrie habe ebenfalls zugelegt, und zwar von 60,9 auf äußerst robuste 65,6 Punkte. Dank bis über den Sommer verlängerter staatlicher Unterstützungsmaßnahmen sei die Arbeitslosenquote im März auf 4,8 Prozent gesunken. Nach einem Lockdown-bedingt schwierigen Jahresauftakt habe die Konjunktur bereits im März wieder Fahrt aufgenommen. Im Vergleich zum Vormonat sei das BIP um 2,1 Prozent gestiegen.

Die Inflationsrate sei im April um 1,5 Prozent, bzw. 1,3 Prozent in der Kernrate gestiegen. Der Anstieg des Einzelhandelspreisindex um 2,9 und des Erzeugerpreisindex um 3,9 Prozent (jeweils zum Vorjahr) lasse jedoch erwarten, dass die Inflation zeitnah zum Zielwert von 2,0 Prozent zurückkehre. Die Hauspreise seien zum Vorjahr um 10,9 Prozent gestiegen.

Die Bank of England halte sich zwar noch alle Optionen offen; das Negativzinsszenario sollte aber vom Tisch sein. Erste Stimmen aus dem Kreis der Währungshüter würden über eine Zinswende in nicht allzu ferner Zeit nachdenken. Das Tempo der Anleiheankäufe sei leicht verringert worden.

Zehnjährige britische Staatsanleihen hätten nach ihrem Hoch bei rund 0,92 Prozent im März zwischen 0,7 und 0,9 Prozent seitwärts rentiert. Bei einer unveränderten Geldpolitik könnte sie auf Sicht von sechs Monaten von aktuell 0,81 Prozent (Stand: 07.06.2021) auf 1,15 Prozent ansteigen. (Zinsbulletin Juni 2021) (09.06.2021/alc/a/a)