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Geldpolitische Divergenz zwischen den USA und der Eurozone setzte sich 2018 fort


10.01.19 08:45
Berenberg

Hamburg (www.anleihencheck.de) - Die geldpolitische Divergenz zwischen den USA und der Eurozone hat sich auch 2018 fortgesetzt, so der Experte von Berenberg Dr. Jörn Quitzau.

Die amerikanische Notenbank FED habe ihren Zinserhöhungszyklus fortgesetzt und im abgelaufenen Jahr den Leitzins mit insgesamt vier Schritten je 25 Basispunkten auf 2,25 bis 2,50% angehoben. Aufgrund der robusten Konjunktur mit einem Wachstum von voraussichtlich 2,9%, des starken Arbeitsmarkts und einer Inflationsrate, die über das gesamte Jahr oberhalb des FED-Zielwerts gelegen habe, seien die Zinserhöhungen nur zu berechtigt gewesen. Dagegen habe die EZB die Zinsen nicht verändert und den Leitzins weiter bei 0,0% sowie den Einlagenzins bei -0,4% belassen. Trotz dieser unverändert extrem lockeren Zinspolitik habe auch die EZB die Zügel etwas angezogen: Sie habe das Volumen des Anleiheankaufprogramms schrittweise zurückgeführt und tätige seit dem Jahresende 2018 keine weiteren Nettokäufe mehr. (Ausgabe vom 02.01.2019) (10.01.2019/alc/a/a)