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Geldmarkt-Futures deuten einen etwas schnelleren Anstieg der EONIA- und EURIBOR-Sätze an


08.10.21 10:30
DekaBank

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Durch den negativen Einlagensatz und die hohen Überschussreserven werden die EONIA- und EURIBOR-Sätze weiterhin auf niedrigen Niveaus verankert, so die Analysten der DekaBank.

Jedoch würden Geldmarkt-Futures einen etwas schnelleren Anstieg dieser Sätze in den kommenden Jahren andeuten. Infolge der erhöhten Inflationsraten hätten Marktteilnehmer neben ihren langfristigen Inflationserwartungen auch ihre Erwartungen über die zukünftigen Leitzinsen nach oben korrigiert. Die Analysten der DekaBank würden das weitere Potenzial dieser Bewegung jedoch für begrenzt halten. Die nur geringe Reduktion der Wertpapierkäufe des PEPP seit der Ratssitzung im September unterstreiche die grundsätzlich langsame Anpassung der Geldpolitik. Zudem dürften die Ratsmitglieder weiterhin betonen, dass sie nach dem Auslaufen des PEPP noch für einige Zeit niedrige Leitzinsen und Wertpapierkäufe im APP als notwendig erachten würden. Im kommenden Jahr wieder geringere Inflationsraten sollten die Glaubwürdigkeit dieser Aussage verstärken. Die Analysten der DekaBank würden daher mit einem langsameren Anstieg der Geldmarktsätze rechnen, als derzeit von den Futures angezeigt werde. (Ausgabe Oktober 2021) (08.10.2021/alc/a/a)