Fresenius Medical Care-Anleihen: Offensiv und defensiv - Anleihenanalyse


15.11.17 11:00
ZertifikateReport

Gablitz (www.anleihencheck.de) - Die Experten vom "ZertifikateReport" stellen in ihrer aktuellen Ausgabe zwei Aktienanleihen der UBS bezogen auf die Aktie von Fresenius Medical Care (FMC) (ISIN DE0005785802 / WKN 578580) vor.

FMC sei der größte globale Anbieter von Dienstleistungen und Produkten für Menschen mit chronischem Nierenversagen. Rund 3 Millionen Patienten weltweit müssten sich nach Aussage des Konzerns regelmäßig der lebenswichtigen Dialysebehandlung unterziehen; das Bad Homburger DAX-Unternehmen bilde mit einem Netzwerk von 3.700 Dialysekliniken für mehr als 310.000 Patienten weltweit, der Herstellung der benötigten Geräte und des Zubehörs sowie Versorgungsmanagement-Leistungen die gesamte Wertschöpfungskette der Patientenversorgung ab.

Als Medizinunternehmen mit einer weitgehend konjunkturunabhängigen Nachfrage gehöre die FMC-Aktie zu den eher defensiven Titeln ohne die etwa für Zykliker typischen Kursausschläge. Wer das Risiko eines Direktinvestments weiter reduzieren möchte, könnte auf eine Aktienanleihe setzen und bereits bei einer Seitwärtsentwicklung oder gar leicht fallenden Kursen profitieren.

Moderate Optimisten, die von seitwärtstendierenden Kursen ausgehen würden, könnten zur Aktienanleihe greifen: Bei dieser Aktienanleihe liege der Basispreis mit 81 Euro in etwa auf Höhe des aktuellen Kursniveaus (83 Euro); die Aktie sollte am Bewertungstag (20.09.2018) zumindest auf dem Level des Basispreises notieren. Ohne (nennenswerten) Sicherheitspuffer - abgesehen von den Zinsen - falle die mögliche Maximalrendite mit 6,5 Prozent p.a. entsprechend attraktiv aus.

Vorsichtigere Anleger könnten mit einer defensiveren Aktienanleihe (ISIN DE000UX3GQ06) punkten und von einem 15-prozentigen Sicherheitspuffer profitieren: Sofern die Aktie am Bewertungstag (20.09.2018) gegenüber dem aktuellen Kurs nicht mehr als 13 Euro nachgebe und unterhalb des Basispreises von 70 Euro schließe, würden sie die Maximalrendite von 2,9 Prozent p.a. erzielen.

Die Zinszahlungen in Höhe von 5,4 bzw. 2,6 Prozent würden unabhängig von der Aktienkursentwicklung erfolgen. Zwischenzeitliche Kursverluste seien für die Rückzahlung nicht relevant, es gelte allein der Aktienschlusskurs am Bewertungstag. Sollte dieser aber unter dem Basispreis liegen, erfolge anstelle der Rückzahlung die Lieferung von zwölf bzw. 14 Aktien gemäß Bezugsverhältnis (1.000 Euro Nominalwert dividiert durch 81 bzw. 70 Euro Basispreis). Sofern diese später zu Kursen unterhalb des Basispreises verkauft würden, entstünden Verluste.

Die Aktienanleihen würden grundsätzlich aktienaffine Anleger ansprechen, die angesichts der relativ hohen Indexstände kurzfristig eine auf steigende Kurse ausgerichtete Positionierung drosseln würden und bereits mit einer Seitwärtsbewegung interessante Renditen erzielen möchten. Beide Aktienanleihen würden derzeit unter pari notieren und daher eine Zusatzrendite über die Kuponzahlungen hinaus ermöglichen. (15.11.2017/alc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

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Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
98,55 € 98,68 € -0,13 € -0,13% 24.11./19:53
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE000UV0TGH0 UV0TGH 100,23 € 97,71 €
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