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Finanzmärkte: Immer noch Verunsicherung bezüglich der weiteren Ausrichtung der Geldpolitik in Washington


02.10.17 13:30
Nord LB

Hannover (www.anleihencheck.de) - Trotz der klaren Signale der FED-Chefin Janet Yellen herrscht an den Finanzmärkten noch immer eine gewisse Verunsicherung bezüglich der weiteren Ausrichtung der Geldpolitik in Washington vor, so die Analysten der Nord LB.

In diesem Umfeld würden Anleger vor allem auf Reden von hochrangigen FED-Offiziellen und auf US-Wirtschaftsdaten zu achten haben. Da die USA eine Dienstleistungsgesellschaft seien, würden die Marktteilnehmer seit geraumer Zeit mit großem Interesse auf die Zahlen zum ISM PMI Non-Manufacturing blicken. Nach Einschätzung der Analysten sollten sich auch die Firmen aus dem Service-Segment der US-Volkswirtschaft nicht von dem generellen Konjunkturoptimismus im Land der unbegrenzten Möglichkeiten abkoppeln. Entsprechend würden sie am Mittwoch beim zentralen Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor der USA im September einen nahezu unveränderten Wert von immerhin 55,0 Zählern erwarten. Damit würde ein anhaltend starkes Wachstum der Wirtschaftsaktivität bei den befragten Firmen signalisiert.

Am Freitag werde dann vor allem auf den US-Arbeitsmarktbericht zu warten sein. Es dürften sich Belastungen durch die Wirbelstürme zeigen. Die Analysten würden im September eine konstante Arbeitslosenquote von 4,4% erwarten und mit einem Stellenaufbau in einem Umfang von lediglich 90.000 Personen rechnen. Die makroökonomische Bedeutung entsprechender Entwicklungen sollte nach Auffassung der Analysten keinesfalls überbewertet werden. Die Aufbauarbeiten nach den Stürmen würden in den kommenden Monaten wieder zu besseren Zahlen zur Beschäftigungssituation führen. (02.10.2017/alc/a/a)