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FOMC-Sitzungsprotokoll von Dezember zeigt vermehrte Vorsicht unter den US-Währungshütern


10.01.19 09:00
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.anleihencheck.de) - Weder in den USA noch in der Eurozone stehen heute relevante Datenveröffentlichungen an, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG.

Während auf den Märkten die Möglichkeit eines Handelsabkommens zwischen den USA und China weiter für gewissen Optimismus sorgt, kämen von der FED zunehmend vorsichtige Signale. Bereits vor knapp einer Woche habe FED-Präsident Powell angesichts des Risikos einer Konjunkturabschwächung eine flexible Vorgehensweise bei künftigen Zinsanhebungen angekündigt. Gestern hätten nun drei regionale FED-Präsidenten (Chicago, St. Louis, Atlanta) auf die Notwendigkeit hingewiesen, mehr Klarheit über den Zustand der Wirtschaft zu gewinnen, bevor der Zinserhöhungszyklus fortgesetzt werden könne. Insbesondere die Aussagen des Präsidenten der Chicago Fed Evans (stimmberechtigt) überrascht hätten. Bisher habe er die geldpolitische Straffung klar unterstützt.

Auch das gestrige FOMC-Sitzungsprotokoll von Dezember habe vermehrte Vorsicht unter den Währungshütern gezeigt, einige hätten die Zinsanhebung der Zentralbank im Dezember nicht unterstützt. Das Protokoll sei generell als "taubenhaft" aufgenommen worden, die Rendite von 10-jährigen US-Staatsanleihen sei auf 2,7% zurückgegangen.

Am Primärmarkt habe gestern Deutschland EUR 3,2 Mrd. einer Fixzinsanleihe mit Laufzeit 2029 zur Rendite von 0,29% platziert. Heute plane Frankreich die Emission dreier Anleihen mit Laufzeit 2028, 2034 und 2048. Insgesamt sollten EUR 8 bis 9 Mrd. aufgenommen werden. (10.01.2019/alc/a/a)