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FOMC-Sitzung im Mittelpunkt - Geldpolitik dürfte extrem akkommodierend bleiben


16.09.20 08:30
Helaba

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die Sitzung des Offenmarktausschusses (FOMC) der US-Notenbank steht im Mittelpunkt des heutigen Tages, so Ralf Umlauf von der Helaba.

Kein Zweifel bestehe daran, dass die Geldpolitik extrem akkommodierend bleibe und somit das Leitzinsniveau von 0% bis 0,25% nicht verändert werde. Auch sei nicht davon auszugehen, dass die FED an der überreichlichen Liquiditätsbereitstellung oder den Anleihekäufen Änderungen vornehme. Wie schon die EZB dürfte aber auch die FED signalisieren, dass im Notfall weitere Maßnahmen ergriffen werden könnten. Ob diese dann allerdings zusätzliche, positive Effekte auf die Konjunkturentwicklung und/oder die Inflation hätten, sei fraglich.

Nach Erachten der Analysten der Helaba zeige sich immer mehr, dass die internationalen Notenbanken mit einem abnehmenden Grenznutzen ihre Aktivitäten zu kämpfen hätten. Mithin stoße die Geldpolitik zwar nicht instrumentenseitig an Grenzen, wohl aber in ihrer Wirkung. Daher verwundere es nicht, dass vielerorts die Rufe nach weiteren fiskalischen Stimuli ertönen würden, insbesondere in den USA und vonseiten der Notenbanker. Die Kongressparteien seien über das Thema aber weiterhin uneins und je näher der Wahltag Anfang November rücke, desto geringer dürften die Einigungschancen werden. Angesichts dessen würden die Marktteilnehmer mit Spannung auf die Guidance der FED, die neuen Prognosen und auch auf die Pressekonferenz des FED-Chefs blicken.

Im Vorfeld der FOMC-Entscheidung stünden die US-Einzelhandelsumsätze im Kalender. Die Analysten der Helaba seien gegenüber dem Konsens etwas zurückhaltender. Zwar würden die Pkw-Verkäufe auf einen Anstieg hinweisen, von den Tankstellenumsätzen würden die Analysten der Helaba aber nicht viel Dynamik erwarten. (16.09.2020/alc/a/a)