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FED wartet bis September


01.08.18 11:30
Helaba

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Im Vorfeld der Zinsentscheidung der FED stehen mit dem ISM-Index und dem ADP-Report nochmals interessante Daten zur Veröffentlichung an, so die Analysten der Helaba.

Einfluss auf die Entscheidung in Washington dürfte dies nicht haben, hatte FED-Chef Powell doch jüngst die bisherige Vorgehensweise gradueller Zinserhöhungen auch für die nähere Zukunft als angemessen bezeichnet. Da erst bei der letzten FOMC-Sitzung das Zielband für FED Funds auf 1,75% bis 2,00% erhöht worden sei, sei nun mit einem Abwarten bis zum September-Meeting zu rechnen. Dieses Szenario sei marktseitig weitgehend eskomptiert. Auch die Bilanzpolitik der FED dürfte unverändert bleiben.

Der ISM-Index des Verarbeitenden Gewerbes pendle seit Monaten auf sehr hohem Niveau und signalisiere damit ein kräftiges Wachstum des Sektors. Die Vorgaben seien gemischt, per saldo aber solide, denn regionale Industrieumfragen hätten sich im Juli ebenfalls auf hohen Niveaus halten können, auch wenn es vereinzelte Rückgänge gegeben habe. Erst gestern habe der Einkaufsmanagerindex der Region Chicago gezeigt, dass das Wachstumsszenario nicht in Frage zu stellen sei. Die Insgesamt gute konjunkturelle Entwicklung wirke weiterhin positiv auf den Arbeitsmarkt. Die Beschäftigungszuwächse würden durchschnittlich bei 200 Tsd. pro Monat liegen und die Arbeitslosenquote sinke im Trend. Der offizielle Arbeitsmarktbericht stehe am Freitag im Kalender. Der heutige ADP-Report liefere dafür in der Regel gute Hinweise und angesichts der niedrigen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sollte es erneut zu einem starken Stellenanstieg kommen. Die Konsensschätzung erscheine dabei nicht zu ambitioniert.

In der Eurozone richte sich der Blick zunächst auf die Einkaufsmanagerindices (PMIs) des Verarbeitenden Gewerbes. Die Vorabschätzungen in Deutschland, Frankreich und der Eurozone hätten auf eine im Vormonatsvergleich leicht verbesserte Situation hingewiesen und dürften etwa auf diesen Niveaus bestätigt werden. Damit seien die Werte in Italien und Spanien mit etwas höherer Aufmerksamkeit zu verfolgen. In Spanien weise dabei das gesunkene Unternehmensvertrauen (EU-Umfrage) auf Enttäuschungspotenzial hin, während dieses in Italien stabil gewesen sei. (01.08.2018/alc/a/a)