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FED vermeidet bewusst das Thema internationale Risiken


14.06.18 11:30
Union Bancaire Privée

Genf (www.anleihencheck.de) - Wie erwartet und vollständig eingepreist, hat die FED ihren Leitzins um 25 Basispunkte von 1,75% auf 2% angehoben, so UBP-Volkswirt Olivier Arpin in einem aktuellen Kommentar zur jüngsten Zinsanhebung des Offenmarktausschusses der Federal Reserve:

Der Offenmarktausschuss habe dabei nicht erwähnt, dass er die Inflation beobachten würde, wahrscheinlich weil ihm die aktuellen Inflationsdaten Sicherheit gegeben hätten. Wachsende Ausgaben der privaten Haushalte und ein starkes Wachstum der Anlageinvestitionen hätten zu einer positiveren Bewertung des Wirtschaftswachstums geführt: Der Ausschuss spreche nun von einem soliden, statt wie bislang von einem moderaten Wachstum. Hinzu kämen Prognosen fallender Arbeitslosenraten, von 3,6% im vierten Quartal bis 3.5% in 2019. Längerfristige Prognosen seien weder zum BIP noch zur Arbeitslosenrate geäußert worden, was auf ein höheres Maß einer Überhitzung der US-Wirtschaft schließen lasse. Die Ankündigung einer Pressekonferenz am Ende eines jeden Meetings lasse darauf deuten, dass sich die FED nicht darauf beschränken lassen wolle, eine Änderung der Zinspolitik nur auf den Quartalsmeetings bekanntgeben zu können.

Zusammenfassend könne man feststellen, dass der optimistische Tenor, die leichten Verbesserungen der ökonomischen Ausblicke, die Zunahme der Anzahl der Zinserhöhungen und die Abwesenheit von Hinweisen auf mögliche internationale Risiken der Offenmarktausschuss der FED eine "hawkishe" Grundhaltung einnehme, die Zinserhöhungen offen gegenüber eingestellt sei. (14.06.2018/alc/a/a)