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FED und EZB geben sich die Ehre


11.06.18 09:15
HSBC Trinkaus & Burkhardt

Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - Die US-Notenbank dürfte am Mittwoch das Zielband der FED-Funds-Rate um 25 BP auf 1,75% bis 2,0% anheben, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

Damit würde sich der Leitzins dem von den Währungshütern beschriebenen neutralen Niveau von 2,75% bis 3,0% weiter annähern. Insofern dürfte an den Kapitalmärkten viel Aufmerksamkeit auf eine Anpassung der "forward guidance" liegen. So hätten die Währungshüter zuletzt noch angeführt, dass die geldpolitische Ausrichtung expansiv sei und der Leitzins noch auf absehbare Zeit unter seinem langfristigem Gleichgewichtsniveau verharren würde. In der Eurozone sei indes auf absehbare Zeit mit keiner Leitzinserhöhung zu rechnen. Immerhin habe EZB-Chefvolkswirt Peter Praet für die Ratssitzung am Donnerstag eine Diskussion über die Fortsetzung des Kaufprogramms für Anleihen angekündigt.

Die Analysten würden mittlerweile mit einer Aufwertung des US-Dollar zum Euro bis auf 1,13 USD bis zum Ende dieses Jahres rechnen. Hierfür würden der Zinsvorsprung der USA gegenüber der Eurozone aber auch die zuletzt wieder gestiegenen politischen Unsicherheiten in der Eurozone sprechen. (11.06.2018/alc/a/a)