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FED und die Bank of England halten ihr September-Meeting ab


14.09.20 16:15
Berenberg

Hamburg (www.anleihencheck.de) - Die jüngste Korrektur im heiß gelaufenen und teils ambitioniert bewerteten US-Technologiebereich halten wir für gesund, so Dr. Bernd Meyer, Chefstratege Wealth and Asset Management bei Berenberg in der aktuellen Ausgabe von "Berenberg Märkte-Monitor".

Neben Gewinnmitnahmen nach der starken Rally sei dafür der Optionsmarkt verantwortlich gewesen. US-Privatanleger hätten mit ihren Call-Wetten auf steigende Kurse die Market Maker dazu gezwungen, sich gegen weiter steigende Märkte in Form von Aktienkäufen abzusichern. Das habe die Rally verstärkt und zu einer erhöhten Volatilität geführt. Als es dann zu der Umkehrbewegung gekommen sei, seien diese Hedges reduziert worden - die Feedback-Schleife habe verstärkend nach unten gewirkt. Wir halten das weitere Abwärtspotenzial für begrenzt, denn die Optionspositionierung ist nun nicht mehr so extrem und Anleger verfügen über Unmengen an trockenem Pulver, so Dr. Bernd Meyer weiter. Bis Jahresende dürfte es zwar immer wieder Volatilitätsspitzen geben (FED-Sitzung, US-Wahlen, Brexit, Handelskonflikt, Impfstoff-News). Wir bleiben trotzdem konstruktiv, denn die Konjunkturerholung setzt sich fort, Aktien sind attraktiver als Anleihen und Euphorie herrscht nicht, so Dr. Bernd Meyer.

Am heutigen Montag spröchen die EU und China über die zukünftigen Handelsbeziehungen sowie den Klimawandel und die Corona-Pandemie. Am 24./25. September finde zudem ein EU-Sondergipfel statt. Besprochen würden Fragen zum Binnenmarkt, zur Industriepolitik, zur digitalen Transformation sowie zu Außenbeziehungen, insbesondere die Beziehungen zur Türkei und zu China. Nach dem EZB-Treffen letzte Woche würden diese Woche die FED (16.09.) und die Bank of England (17.09.) ihr September-Meeting abhalten. Bei der Bank of England dürfte zunehmend das wirtschaftliche Risiko eines harten Brexit in den Fokus rücken. Diese Woche würden die Industrieproduktionsdaten (Aug.) für die Eurozone (heute), China (15.09.) und die USA (16.09.) sowie die Einzelhandelsumsätze (Aug.) für China (15.09.), die USA (16.09.) und Großbritannien (18.09.) veröffentlicht. Die ZEW-Konjunkturerwartungen sowie der US-Empire State Index würden am Dienstag und das US-Verbrauchervertrauen am Freitag bekannt gegeben. (14.09.2020/alc/a/a)