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FED signalisiert keine Abkehr von Zinserhöhungen


09.11.18 08:30
HSBC Trinkaus & Burkhardt

Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - Die US-Notenbank hat gestern für keine Überraschung gesorgt und den Leitzins unverändert belassen, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

Eine weiter solide wachsende Konjunktur in Kombination mit einem im Rahmen liegenden Inflationsdruck bilde die Basis dafür, dass die FED derzeit plane, ihren graduellen Zinserhöhungskurs fortzusetzen. Mit der nächsten Anhebung der FED Funds Rate um 25 BP würden die Analysten im Dezember, gefolgt von zwei weiteren Schritten in der ersten Jahreshälfte 2019 rechnen. Erst das am 29. November anstehende Protokoll der gestrigen Sitzung dürfte tiefere Einblicke in die Diskussionen der Währungshüter geben.

So bestehe bei den Mitgliedern derzeit keine einheitliche Meinung bezüglich der Höhe des neutralen Leitzinses. Auch über die angemessene Größe der Bilanz der Notenbank dürften die Mitglieder diskutiert haben. Derzeit reinvestiere die US-Notenbank monatlich bis zu 50 Mrd. USD an fällig werdenden Anleihen nicht mehr und straffe dadurch die Geldpolitik zusätzlich.

An den Rentenmärkten sei es im Umfeld der Notenbanksitzung zu keinen größeren Bewegungen gekommen. Bei 10-jährigen US-Staatsanleihen liege kurzfristig der Fokus darauf, ob es zu einem Sprung der Rendite über das bisherige Jahreshoch bei rund 3,26% komme. Der US-Dollar habe im Anschluss an die FED-Sitzung indes zum Euro zugelegt. (09.11.2018/alc/a/a)