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FED setzt Zinserhöhungszyklus 2019 fort


08.01.19 09:26
Alte Leipziger Trust

Oberursel (www.anleihencheck.de) - Die hohe Wachstumsdivergenz zwischen den USA und den übrigen Industrienationen nähert sich ihrem Ende, so die Experten der Alte Leipziger Trust.

Für den US-Dollar sollte es daher schwieriger werden, seinen Höhenflug gegenüber dem Euro fortzusetzen. Insgesamt könnte die Weltwirtschaft auch 2019 real um über drei Prozent wachsen. Die nachlassende Wachstumsdynamik und ein unverändert moderater Inflationsdruck würden eine restriktive Geldpolitik erschweren. In den USA seien nach den jüngsten Verlautbarungen der Federal Reserve (FED) 2019 zwei Zinserhöhungen zu erwarten.

In den übrigen Industrieländern dürften die Notenbanken noch zögerlicher bleiben. Die Europäische Zentralbank (EZB) sollte allenfalls die Periode der Negativzinsen beenden. Trotz des behutsamen Ausstiegs aus der expansiven Geldpolitik werde das Liquiditätsumfeld für die Kapitalmärkte 2019 nicht einfacher. Die kräftige Schrumpfung der Bilanz der US-Notenbank und das Ende des EZB-Kaufprogramms würden weniger neue liquide Mittel durch die Notenbanken implizieren. Eine Bedrohung der Konjunktur oder risikotragender Anlagen durch steigende Zinsen sicherer Staatsanleihen würden die Experten jedoch nicht erwarten. Das schwächere Wachstum reiche aus, um den positiven Gewinnzyklus 2019 fortzusetzen. (Ausgabe Januar 2019) (08.01.2019/alc/a/a)