Die FED macht alles richtig und dämmt die Inflationsängste


11.06.18 12:10
TARGOBANK

Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - Die amerikanische Notenbank wird in dieser Woche die Zinsen erhöhen - das scheint ausgemachte Sache, so Dr. Otmar Lang, Chefvolkswirt der TARGOBANK.

Der Schritt werde von allen Marktteilnehmern schon seit langem erwartet - und es werde nicht die letzte Zinsanhebung in diesem Jahr sein.

Fakt sei: In den USA laufe die Konjunktur derzeit mehr als rund. Und die Stimmungsindikatoren würden darauf hindeuten, dass das auch noch länger so bleibe. Das Verbrauchervertrauen sei so hoch wie seit 20 Jahren nicht mehr und die Arbeitslosigkeit so niedrig wie zuletzt vor 50 Jahren. Nach aktuellen Prognosen werde das amerikanische Bruttoinlandsprodukt im laufenden Jahr um satte 2,75 Prozent zulegen.

Viele Marktteilnehmer würden trotz dieser guten Ausgangslage einen baldigen Konjunkturabschwung erwarten. Sie würden mit der Zinsstrukturkurve argumentieren, die den Renditeunterschied von Anleihen mit langer und kurzer Restlaufzeit beschreibe. Werde dieser Unterschied - wie aktuell - sehr gering, könne dies der Vorbote für eine Rezession sein. Hinzu komme: Inflationsfrei wachse die US-Wirtschaft nur bei einem Wachstum von maximal 2 Prozent.

Die Analysten würden die Sorgen vieler Marktteilnehmer ausdrücklich nicht teilen. Die US-Konjunktur laufe derzeit derart stabil, dass die Analysten die Gefahr einer Konjunktur-Überhitzung deutlich höher einschätzen würden als die einer Rezession. Insofern mache die FED alles richtig. Denn eine Zinserhöhung dämme die Inflationsängste ein, und die US-Wirtschaft könne unverändert auf Wachstumskurs bleiben. (11.06.2018/alc/a/a)





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