FED erhöht Leitzins - FED-Chefin Yellen zeigt sich "falkenhaft"


16.06.17 09:15
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.anleihencheck.de) - Der USD konnte seit Mittwochabend gegenüber dem Euro auf zuletzt EUR/USD 1,1140 zulegen, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG.

Grund hierfür sei neben besser als erwartet ausgefallenen US-Sentimentdaten insbesondere die Zinsentscheidung der FED. Dabei habe weniger die Tatsache, dass die FED erwartungsgemäß das Leitzins angehoben habe, für Aufwertungsdruck beim US-Dollar gesorgt als vielmehr die Kommunikation von FED-Chefin Yellen, die insgesamt als "falkenhaft" beschrieben werden könne. So habe Yellen die Lage auf dem Arbeitsmarkt als "tight" charakterisiert.

Mit Spannung seien Details zum geplanten Abbau des Anleiheportfolios erwartet worden. Die genannte Größenordnung für den Einstieg in die Bilanzreduzierung von in Summe USD 10 Mrd. pro Monat liege am oberen Ende der Erwartungen der Analysten der Raiffeisen Bank International AG.

Heute stünden in den USA Daten zum Immobilienmarkt sowie das Verbrauchervertrauen auf dem Programm, während in der Eurozone die finalen Inflationszahlen (Mai) veröffentlicht würden (die Analysten der Raiffeisen Bank International AG würden keine Änderung gegenüber der Schnellschätzung erwarten).

Auf dem Primärmarkt habe Spanien gestern Anleihen mit Fälligkeit 2022 (Emissionsrendite: 0,215%), 2027 (1,395%), 2032 (1,925%) und 2037 (2,31%) emittiert. Frankreich wiederum sei mit 2020 (Emissionsrendite: -0,48%), 2022 (-0,22% bzw. -0,26%), 2023 (-0,06%) sowie inflationsindexiert 2025 (-0,74%), 2027 (-0,56%) und 2047 (0,06%) fällig werdenden Anleihen aktiv gewesen. Für heute habe sich lediglich Frankreich mit Geldmarktpapieren angekündigt. (16.06.2017/alc/a/a)