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FED dreht Geldhahn langsam zu


16.06.17 12:15
Börse Stuttgart

Stuttgart (www.anleihencheck.de) - Nachdem letzte Woche bereits die EZB auf ihrer Zinssitzung in Tallin erste Signale zum Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik machte, legte die FED Mittwochabend erneut vor, so die Börse Stuttgart.

Die US-Notenbank habe wie erwartet ihren Leitzins marginal um 0,25% erhöht. Damit liege der Zielkorridor nun bei 1,0 bis 1,25 Prozentpunkten. Zusätzlich dazu sei eine Reduzierung der Anleihenkäufe beschlossen worden. Konkret bedeute dass, das Rückzahlungen aus fällig geworden Anleihen nicht mehr automatisch voll investiert werden sollten. Damit möchte die FED noch dieses Jahr beginnen und so Ihre Bilanz verkleinern. Gleichzeitig habe man jedoch die Chancen auf eine schnelle Zinswende etwas eingebremst und angedeutet, dass man sich mit weiteren Schritten etwas mehr Zeit lassen könnte. Wie stark hier politischer Druck auf die Notenbanker eine Rolle spielte, werden wir wohl nie erfahren, so die Börse Stuttgart. Donald Trump habe jedoch im Vorfeld mehrfach darauf hingewiesen, das zu hohe Zinsen und damit einhergehend ein starker Dollar, eine Gefahr für das US-Wachstum darstellen würden.

Im Vorfeld des Zinsentscheids seien zuletzt schwache Inflationszahlen und schwächere Arbeitsmarktdaten veröffentlicht worden. Dies habe EUR/USD auf ein neues Jahreshoch von 1,1294 getrieben. Dies sei nach der erwarteten Zinserhöhung jedoch wieder eingefangen worden. Aktuell handeln wir EUR/USD wieder bei EUR/USD 1,1172, so die Börse Stuttgart. (16.06.2017/alc/a/a)