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FED: Zinserhöhung in diesem Monat wahrscheinlich


10.09.18 10:30
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.anleihencheck.de) - Das Ausbleiben eines Siegeszuges der Rechtspopulisten in Schweden (EU-Mitglied, kein Euromitglied) ist positiv für die EU und den Euro. Ansonsten hätten Sorgen in Bezug auf kommende Wahlen (inkl. EU-Wahl in 2019) zunehmen können, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG.

Datenseitig sollte heute das Sentix Investorenvertrauen in der Eurozone einen Rückgang verbuchen.

Für die US-Märkte stünden erst im Wochenverlauf relevante Daten an (Inflationszahlen, Einzelhandelsumsätze). Nach dem starken Arbeitsmarktbericht stünden indes alle Zeichen günstig für eine FED-Zinserhöhung diesen Monat. Zudem würden die guten US-Daten dem Präsidenten genügend Vertrauen geben, um weiter selbstbewusst in den Handelsstreit mit China zu gehen. Am 6. September sei die Frist für öffentliche Stellungnahmen zum Vorschlag weitere Importe aus China (Volumen: USD 200 Mrd.) mit Strafzöllen zu belegen abgelaufen. Präsident Trump könne nun solche Zölle verhängen und habe angedeutet dies zeitnah zu tun. Insofern würden die Analysten der Raiffeisen Bank International AG eine weitere Eskaltion im US-China Handelsstreit erwarten. Diese sollte für das globale Marktsentiment prägender sein als eine mögliche Einigung im Handelsstreit mit Kanada.

Positiv sei zu vermerken, dass Italien sich bei den jüngsten EU-Finanzministerkonsultationen bereit gezeigt habe wichtige EU-Defizitregularien zu erfüllen. Die volatile Nachrichtenlage diesbezüglich könnte zwar in den kommenden Wochen nochmals auf der Rendite italienischer Anleihen lasten, doch habe sich hier in den letzten Tagen schon eine deutliche Entspannung abgezeichnet. (10.09.2018/alc/a/a)