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FED: Wahrscheinlichkeit einer Zinsanhebung im September bleibt sehr hoch


05.09.18 10:00
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.anleihencheck.de) - In den USA fiel der ISM Index für das Verarbeitende Gewerbe über den Erwartungen aus, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG.

Er habe im August 61,3 Punkte und damit den höchsten Wert seit Mai 2004 erreicht. Die Konjunkturentwicklung in den USA bleibe somit äußerst dynamisch und trotzt bisher den Unsicherheiten aus dem Handelskonflikt. Dies dürfte auch die US-Notenbank so sehen. Die Wahrscheinlichkeit einer Zinsanhebung im September bleibe damit sehr hoch. Die Fed Funds Futures würden sie aktuell bei ca. 95% preisen.

In der Eurozone habe gestern nach Finanzminister Tria nun auch Innenminister und Lega-Chef Salvini bestätigt, dass das italienische Defizit nächstes Jahr die 3%-Grenze nicht überschreiten solle. Die Risikoprämie italienischer Staatsanleihen sei daraufhin deutlich zurückgegangen. Für zweijährige Staatsanleihen sei der stärkste Rückgang seit 2 Monaten verzeichnet worden. Die Unsicherheit über den Fiskalpfad habe die italienische Risikoprämie zuletzt auf den höchsten Wert seit Ende Mai ansteigen lassen. Der endgültige Budgetentwurf werde Ende September vorgelegt.

Am Primärmarkt habe gestern Österreich EUR 600 Mio. einer Nullkuponanleihe mit Laufzeit 2022 zu einer Rendite von -0,294% emittiert. Des Weiteren seien EUR 500 Mio. einer Fixzinsanleihe mit Laufzeit 2028 zur Rendite von 0,534% platziert worden. Beide Emissionen seien deutlich überzeichnet gewesen, das bid-cover ratio habe bei 2,3 bzw. 3,3 gelegen. Deutschland habe gestern zwei inflationsindexierte Anleihen mit Laufzeiten von 2030 und 2046 um EUR 454 Mio. und EUR 154 Mio. aufgestockt. (05.09.2018/alc/a/a)