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FED: Straffung der Geldpolitik früher als erwartet?


05.07.21 09:15
National-Bank AG

Essen (www.anleihencheck.de) - Angesichts der hohen konjunkturellen Dynamik und höherer Inflationsrisiken ist mehr und mehr davon auszugehen, dass die Notenbank in den Vereinigten Staaten zumindest früher als bisher von den Märkten erwartet damit beginnen wird, die Geldpolitik zu straffen, berichten die Analysten der National-Bank AG.

Bis auf weiteres bleibe der Leitzins allerdings in der Spanne von 0,0 bis 0,25 Prozent, auch ihre milliardenschweren Anleihenkäufe wolle die FED in einem unveränderten Tempo von insgesamt mindestens 120 Milliarden Dollar pro Monat fortsetzen, umso der Wirtschaft weiter üppig Liquidität zuzuteilen: Die Diskussionen über ein Zurückfahren der Anleihenkäufe hätten nunmehr begonnen, sollten die langfristigen Inflationserwartungen substanziell ansteigen, werde die FED ihre geldpolitische Ausrichtung weiter anpassen müssen.

Wie von uns erwartet, wird die EZB ihre geldpolitische Linie bis auf weiteres nicht ändern: Zuletzt mehrten sich die Stimmen vieler Südländer, die an vielen Notmaßnahmen auch in den kommenden Jahren festhalten möchten, so die Analysten der National-Bank AG. Insofern würden sich die stabilitätsorientierteren Länder wie Deutschland schwer tun, einen grundsätzlichen Kurswechsel durchzusetzen. Die Analysten der National-Bank AG würden ihre Zinsprojektionen unverändert belassen. (Ausgabe vom 02.07.2021) (05.07.2021/alc/a/a)